M A R I A
- M A R Y A M -
PURA MARYAM SOPHYAH
www.puramaryam.de / Berlin

REINKARNATION
NOFRETETE
(Nofretete = Nafteta war die "Große Gemahlin" des ägptischen Pharaos Echnaton = Achanjati;
Echnaton regierte vermutlich 17 Jahre lang,  von 1353 - 1336 v. Chr.)
Inhaltsverzeichnis - Alphabetisches Register - Seminare
Die Erbprinzessin, groß an Gunst,
Herrin voll Anmut,
mit Glück beschenkt.
Der Aton steigt empor, um Gnade über ihr Haupt auszugießen,
und geht unter, um ihre Liebe zu vervielfachen.
Die große und geliebte Gemahlin des Königs,
Herrin des Südens und des Nordens,
Fürstin der beiden Länder,
Nofretete,
sie möge ewig leben.

(Inschrift aus dem Grab des Api, Amarna)

Das Wissen über diese Inkarnation wurde mir im Herbst 1997 von GOTT gegeben. 

Die obige Inschrift und einige der nachfolgenden Informationen entnahm ich dem Buch 'Ägyptens Sonnenkönigin, Biographie der Nofretete' von Joyce Tyldesley, 1998, deutsche Ausgabe im Limes Verlag 1999)

Der kleinen rororo-"Bildmonographie" "Echnaton", 5. Auflage August 2000,  von Hermann A. Schlögl habe ich entnommen, dass die Namen eigentlich anders ausgeprochen wurden, als üblicherweise angenommen: So hieß Echnaton eigentlich "Achanjati" und Nofretete "Nafteta".Aus diesem Büchlein habe ich später noch weiteres über die neuere Forschung um die 18. Königsdynastie von Amarna zitiert.

Erst als ich mich nach der Bekanntgabe dieser Inkarnation und unter diesem Blickwinkel mit Nofretete intensiver beschäftigte, erkannte ich die zeitlose und also auch aktuelle spirituelle Dimension im Wirken des Echnaton und seiner Gemahlin Nofretete. Gleichzeitig wurde mir der innere Zusammenhang mit den anderen Inkarnationen klar, und mit Hilfe der geistigen Inspiration erkannte ich innere WAHRHEIT.

Sowohl "Nofretete" als auch "Echnaton" und "Amenophis IV" sind übrigens nicht Namen in unserem Sinne, sondern eher Bezeichnungen, Königsnamen. Das wurde mir schemenhaft vermittelt. Vielleicht ist es ganz entfernt damit vergleichbar, wie sich Octavian nach seiner Kaiserkönung "Augustus" nannte.

Der ägyptische Pharao Amenophis IV., der sich später Echnaton nannte, und seine 'Große Gemahlin' Nofretete sind seit der Entdeckung von Amarna und dem Auffinden der berühmten Büste der Nofretete und anderer Kunstwerke im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts in den Blickpunkt der Menschheit gerückt, aus dem sie mehr als 3000 Jahre lang verbannt waren; denn an sie sollte jede Erinnerung ausgelöscht werden, galten sie doch nach ihrem Tode als Ketzer:

Echnaton, später - wenn überhaupt - nur als 'Ketzerkönig' bezeichnet, hatte den alten Glauben der Ägypter an all ihre lieb gewordenen alten Götter offiziell als beendet erklärt und statt dessen den Monotheismus, den Glauben an einen einzigen GOTT, eingeführt, für die Menschen der damaligen Zeit als Prinzip der Sonne dargestellt, denn nur so konnten sie sich IHM nähern. Es muss eine sehr schwere Aufgabe gewesen sein, die sehr viel Mut erforderte, denn er stellte sich damit auch ganz bewusst gegen den Willen der seit Jahrtausenden unvorstellbar mächtigen Priester, mit ihrem uralten Wissen und den verkrusteten religiösen Strukturen, die das ganze Pharaonenreich eng durchwebten, und gewiss auch gegen den Willen größter Teile der Bevölkerung, die die alten Götter seit Menschengedenken geliebt und verehrt hatten. 

Da der Pharao aber als Göttliche Inkarnation galt, hatte er die Macht, den neuen Glauben durchsetzen zu können, zumal Echnaton sich auf den direkten Kontakt mit Aton berief. Er verbot den alten Glauben an den vorherigen 'Reichsgott' Amun und die anderen Götter Ägyptens und stellte zugleich die Geldspenden an die reichen Amun-Tempel ein, die daraufhin, zumal nun auch der bisherige Götter-Kult mit seinen Einnahmen entfiel, bedeutungslos wurden und verfielen. So verloren zunächst die alten Priester ihre Macht und ihr Einkommen; aber ebenso rigoros ließ Echnaton auch die Anbeter der alten Götter verfolgen. 

Echnaton ersetzte durch radikale Veränderungen, z.T. auch durch Bildersturm und Zerstörung, aber auch durch Umbau alter Heiligtümer den alten 'Staatsgott' Amun und einen Großteil der Götterwelt Ägyptens durch Aton als einzigen GOTT - Aton, die Sonne, die das LEBEN brachte. Er entwickelte einen anderen, völlig neuen Kult, ja, eine völlig neue Kultur, die mit einer neuen Art der Darstellung der Welt einherging. Und mehr noch: Die Ideen Echnatons wurden in reinster Form in seinem 'SONNENGESANG', einem Gebet an Aton, wiedergegeben (siehe unten).

(In dem o.a. Buch wird auf S.138 die Meinung von Gelehrten zitiert:)
"Echnaton glaubte, dass die Syrer und Nubier ebensogut unter seinem Schutz ständen wie die Ägypter. Die Atonreligion sollte eine Weltreligion sein. Das ist ein größerer Fortschritt in ethischer Beziehung, als es zuerst erscheinen könnte; denn der Aton wird so die erste Gottheit, die vom Menschen nicht als Stamm- oder Landesgott aufgefasst wurde. So verstehen auch die Christen Gott, nicht aber die Hebräer ihren Jehova. In diesem Geiste werden die Missionare nach den meisten Ländern der Erde geschickt..."
und:
..."Zu keiner Zeit kam irgend etwas an die von Echnaton und Nofretete eingeführte völlige Vereinfachung auf einen einzigen Schöpfer heran, die die ungeheuren Komplexitäten vorangegangener und folgender Zeiten ersetzte. Ihr Denken war ein intellektueller Durchbruch, ein Gipfel der Klarheit, der sich über die Niederungen des bis dahin herrschenden Aberglaubens erhob."

(Diese arrogante Äußerung ist aber m.E. nun auch schon wieder ein Sich-Erheben über Andersdenkende, eine Wertung der altägyptischen Weltanschauung und ihrer Anhänger, die uns Heutigen garnicht zusteht! Kann denn ein heutiger Mensch ermessen, ob nicht diese Religionsform den Menschen der damaligen Jahrtausende völlig real war und ihnen die Gottheiten nicht vielleicht auch erschienen, halfen und zu ihnen sprachen?)

Echnaton revolutionierte nicht nur die Religion, sondern damit einhergehend auch die Kunst! Zum ersten Mal in der ägyptischen Geschichte wurden nun Menschen, Tiere und Pflanzen nahezu naturalistisch dargestellt, was uns heute diese Zeit sehr nahebringt. Die Lebendigkeit wurde auch dadurch erreicht, dass man nun Farben in vielen "gebrochenen" Schattierungen benutzte. Echnaton selbst soll die Künstler in dieser neuen Kunstform belehrt und unterwiesen haben. Diese neue Kultur wurde nach ihrer von Echnaton neu erbauten Hauptstadt Amarna die 'Amarna-Kultur' genannt. Es ist auch sehr einleuchtend, dass Mensch und Natur naturalistisch in ihrer Schönheit dargestellt werden, wenn man davon ausgeht, dass GOTT = Sonne sie ja hervorbringt und mit Leben erfüllt. Sie sind dann so, wie sie sind, vollkommen. Ausnahme waren, besonders in den ersten Jahren, die Darstellungen des Pharao und seiner Familie selbst; sie wurden "unrealistisch" dargestellt, mit gleichartigen Körperformen der Mann und die Frau, mit seltsam verzerrten Gesichtern und Gliedmaßen... So dachten die Wissenschaftler ursprünglich an schwere Erkrankungen der Pharaonenfamilie - ein Gedanke, der in der heutigen Zeit jedoch wieder fallengelassen wurde, denn, so wird ein Historiker sinngemäß zitiert, man könne ja die Werke eines Picasso auch nicht unter medizinischen Gesichtspunkten interpretieren...

In einem Buch ('Echnaton - die Religion des Lichtes' von Erik Hornung, Artemis & Winkler Verlag) wird die Kunst der Amarna-Zeit 'expressionistisch' genannt, und die Darstellungen der Menschen werden als 'manieristische Verformung der Wirklichkeit ' bezeichnet, die sich gegen das klassische Schönheitsideal auflehnt, welches die 18. Dynastie bis dahin geprägt hatte; somit geben die uns bekannten Darstellungen (mit den merkwürdigen Verformungen) nicht das wirkliche Aussehen Echnatons und seiner Familie wieder. Manche vermuten sogar, dass Echnaton absichtlich die Menschen mit diesem Aussehen schockieren wollte. Und tatsächlich zeigt das berühmte Portrait der Nofretete ja auch eine hinreißende, vollkommene Schönheit mit zierlichen, wohlproportionierten Gliedmaßen, weit entfernt von den Verformungen der Amarna-Kunst! Und ähnliche Portraits des Pharaos selbst zeigen auch ihn als einen sehr schönen Menschen, wie auch die gemeinsamen Kinder...
Andere wiederum
(so 'Drunvalo Melchizedek' in seinem Buch 'Die Blume des Lebens') meinten, die Pharaonenfamilie hätte wirklich so ausgesehen (länglich verformter Kopf, missbildeter Körper - 'Drunvalo Melchizedek' schrieb dazu, sie wären auch noch körperlich ca. 6 m groß gewesen, wie die aufgefundenen Statuen, weil sie von anderen Sternen gekommen wären). Aber dies entsprach ganz gewiss nicht  den Tatsachen - wäre es anders gewesen, so wäre damit allein schon ihre GÖTTLICHE BERECHTIGUNG für die Zeitzeugen bewiesen und nicht angezweifelt worden - und es hätte auch Berichte darüber in anderen Kulturen gegeben - Ägypten war ja Zentrum der damaligen Welt und ihrer Kulturen! Mein HERZ stimmte dem jedenfalls nicht zu...

In den späteren Jahren der 'Amarna-Kultur' wurden die Bildnisse der Familie naturalistischer, aber e
s wurden nun Bewegung, Ausdruck und Emotionen ohne Rücksicht auf die Realität gezeigt. Ganz konnte sich Echnaton der traditionellen Kunst nicht verschließen. Er benutzte sie, wie seine Vorgänger auch, zu Zwecken der Repräsentation und Selbstdarstellung, als Mittel zum Zweck. Öffentliche Kunst war eben immer auch eine Darstellung des offiziellen Glaubens und des Staatsgedankens, wie auch der Absichten und des Ziele der jeweiligen Zeit... 

Immerhin waren nun aber auch erstmals lebensnahe Portaits möglich, wenn auch vielleicht nicht für die Öffentlichkeit gedacht: Ein besonders schönes Beispiel ist die berühmte 'Berliner' Büste der Nofretete (siehe unten), vermutlich eine lebensechte Vorlage für offizielle Bildnisse nach dem lebenden Modell. Und diese Büste wird gewiss nicht 'zufällig' in Berlin verwahrt...

Es wurde - vielleicht erstmals öffentlich - die Liebe innerhalb der Familie gezeigt: die zärtliche Beziehung der Eheleute untereinander und ihr liebevolles Zusammenleben mit ihren Kindern, für die damalige Zeit bei Pharaonen geradezu revolutionär. Es konnte nur symbolisieren, dass GOTT Aton die LIEBE ist - denn der Pharao galt ja als Inkarnation Gottes. So verdeutlichte die intime Darstellung der familiären Liebe symbolisch auch die LIEBE, die Aton auf seine SCHÖPFUNG ausstrahlt. 
Echnaton lebte diese LIEBE jedoch nicht konsequent, zumindest nicht, als er die Anhänger der alten Götter verfolgen und töten ließ - waren doch auch sie Kinder des Aton! Und vermutlich hatte Nofretete sein Handeln mit unterstützt. Kann man eine Religion der LIEBE mit Gewalt durchsetzen? Das Christentum tat bei der Bekehrung der 'Heiden' ein Gleiches... Sicherlich war auch dieser Pharao ein Machtmensch - musste dies sicherlich auch gewesen sein, um eine Jahrtausende alte, in sich organisch gewachsene Kultur völlig zu revolutionieren, und dennoch diesen Umbruch mit seiner Familie überleben zu können - und er handelte dabei vor allem aus staatsmännischen Kalkül - zumal ja allein seine Stellung und Macht ihm gestatteten, die neue Religion durchsetzten. Aton "lebte" öffentlich überhaupt nur durch diesen Pharao - und nur solange dieser Pharao lebte...

Nofretete und Echnaton hatten sechs Töchter, aber keinen Sohn. Aus dynastischen Gründen war dies zwar nicht optimal, aber kein alleiniges Hindernis für die Thronfolge. Das Paar muss die Prinzessinnen innigst geliebt haben. Auf allen offiziellen Darstellungen jener Zeit sind die Prinzessinnen zu sehen, und man kann die Bilder nach den darauf erscheinenden Kindern innerhalb der Regierungszeit Echnatons datieren. 

In diesem ungewöhnlich liebevollen Familienleben kann der aufmerksame Beobachter eine zarte Spur durch die Zeiten erkennen, hin zu Landgraf Ludwig IV. von Thüringen und seiner Gemahlin Elisabeth, die sich in inniger Liebe zugeneigt waren... und weiter zu Königin Luise von Preußen, die ja auch mit ihrem Gemahl, dem preußischen König Friedrich Wilhelm III., in einer glücklichen,  engen, fasst bürgerlichen Beziehung in aufrichtiger Liebe lebte, wobei auch die 7 Kinder des Paares in den Familienkreis liebevoll eingefügt waren; eine solche Liebe war unter Ehegatten selbst zu derer Zeit, also zu Beginn des 19. Jahrhunderts, noch sehr ungewöhnlich, zumal bei Hofe.

Noch eine geheime Spur: Auch Nofretete hatte in ihrem Palast gewiss wunderschön gemalte Wände, mit Blumen und Tieren im Stile der Amarna-Zeit, also nahezu naturalistisch dargestellt, so wie auch Luise in Räumen lebte, die mit wunderschönen, handbemalten Papiertapeten, die in idealer Form naturalistisch dargestellte Blumen, Tiere und Landschaften zeigten, ausgeschmückt waren (siehe das heute wunderschön und dertailgetreu restaurierte Schloß Paretz). Solche Wände ziehen sich wie eine feine Spur - eine von mehreren Spuren - durch meine Inkarnationen: Sicherlich war auch der Palast der Cleopatra zierlich und kunstvoll ausgeschmückt, vielleicht auch die Burg, in welcher der spätere König Artus zur Welt kam (gewiss mehr in einfacher, keltischer Technik bemalt), und  Elisabeth von Thüringen lebte auf der Wartburg ja auch in Räumen, deren Wände bemalt waren (ich meine nicht die heute dort gezeigten Gemälde aus dem 19. Jahrhundert, sondern eine frühere, einfachere Bemalung, die nicht mehr sichtbar ist). Ich liebe solcherart Wandschmuck noch heute!

Ja, und auch das REVOLUTIONÄRE ist eine Spur, die sich durch meine Inkarnationen zieht... 

Die Regierungszeit des "Ketzerkönigs" Echnaton muss für Ägypten und seine Menschen eine außerordentlich traumatische Veränderung bedeutet haben, so dass später die offizielle Erinnerung daran ausgelöscht wurde. Tatsächlich erfuhr die Menschheit erst wieder Anfang des 20. Jahrhunderts von Echnaton und Nofretete, als Amarna und seine verborgenen Schätze wieder ans Licht des Tages kamen...

In der kleinen rororo-"Bildmonographie" "Echnaton" von Hermann A. Schlögl, 5. Auflage August 2000, (S. 48) heißt es, dass durch die Einführung des alleinigen Aton-Kultes die bestehende absolutistische Königsideologie in eine kultisch-religiöse Sphäre übersetzt wurde. Aton war demnach ein König, der über allen Königen stand; er benötigte auch keine Partnerin, wie die altägyptischen Gottheiten zuvor, und er blieb selbst stumm - denn sein Prophet, sein einziger Künder, war der Pharao. Und der Autor fährt fort: 

"Gründe, warum der König diese Reform durchführte, sind schwer auszumachen, denn der Akt entzieht sich einer historisch-kausalen Erklärung. Immerhin gab es gewisse Veränderungen in der überlieferten Religion, die der König bei seinem Amtsantritt vorfand: Eine Elite von Priestern hatte begonnen, im theologischen Denken über den Gottesbegriff sich mehr und mehr von der traditionellen Religion zu entfernen. In dieser Entfernung kann man - vorsichtig formuliert - Ansätze einer Krise im polytheistischen Weltbild Ägyptens erkennen, die Amenophis IV. in seiner 'Revolution von oben' begünstigten, andererseits liefern sie aber keine hinreichende Erklärung für den neuen theologischen Ansatz des Herrschers. Man muss sich damit begnügen, festzustellen, dass Amenophis IV. zu den Persönlichkeiten der Weltgeschichte gehört, die durch ihr Wirken den Gang der Ereignisse total verändert haben, ja im wahrsten Sinne des Wortes 'Geschichte' gemacht haben"...

Diese Inkarnationen haben wahrscheinlich nicht gut geendet, vermutlich vorzeitig, wenn darüber auch nichts Genaues bekannt ist. 

Nofretete verschwand irgendwann spurlos, ihr Ende ist unbekannt, kam es zu einem Zerwürfnis? Es gibt eine Statue der Nofretete, die sie als reife Frau zeigt, was damals vielleicht schon mit Mitte dreißig der Fall gewesen könnte; sie ist also nicht als junge Frau gestorben. Was geschah mit ihr? Starb Echnaton vor ihr? Überlebte sie ihn?

In der kleinen rororo-"Bildmonographie" "Echnaton" von Hermann A. Schlögl (S. 113) steht:  
"In den zur Verfügung stehenden Quellen erscheint nach dem dreizehnten Regierungsjahr
(also ab etwa 1340 v.Chr.M.) der Name der Königin Nofretete nicht mehr. Dies ist gewiss sonderbar, denn keiner großen Königsgemahlin in Ägypten war je eine bedeutendere Machtposition zugefallen als Nofretete. Sie war an allen staatlichen und religiösen Akten des Königs beteiligt. So erscheint sie auf Reliefs in Szenen, die sonst ausschließlich dem Pharao zustanden, etwa auf dem Streitwagen oder bei der Verleihung des Ehrengoldes. Ganz außergewöhnlich ist die Darstellung auf einem Reliefblock im Museum of Fine Arts in Boston, welcher Nofretete als Kriegerin beim "Erschlagen der Feinde" zeigt. Bei diesem Bildtypus, der seit der ägyptischen Frühgeschichte belegt ist, erscheinen sonst grundsätzlich nur der regierende König oder Götter. In Schrittstellung ist der König oder der Gott mit erhobener Keule oder Sichelschwert in dem Augenblick wiedergegeben, bevor der die Feinde, die er mit der Hand an den Haaren gepackt hält, niederschlägt. Der Bildtypus vom "Erschlagen der Feinde" ging dabei weit über den rein politischen Bereich hinaus und hatte eine übertragene Bedeutung: Die chaotischen Mächte sollten ferngehalten oder vernichtet werden, um die Ordnung der Welt zu gewährleisten. Keine Darstellung zeigt deshalb die Machtfülle, ja eine göttliche Überhöhung der Nofretete deutlicher, als jener Reliefblock in Boston. Ein Beleg allerdings für die offizielle Beteiligung an der Regierungsgewalt ihres Gatten, etwa in Form einer Mitregentschaft, ist dies nicht, denn schon die Königin Teje hat am Hof Amenophis' III. eine ähnliche, wenn auch nicht so ausgeprägte Sonderstellung innegehabt, ohne den Anspruch auf die Mitregentschaft zu irgend einer Zeit zu besitzen. Dass Nofretete den Status ihres Gemahls nicht erreichte, macht schon die Tatsache deutlich, dass der König im Gegensatz zu ihr eine eigene Priesterschaft hatte. 

Wie erklärt man nun das Verschwinden der Königin nach dem dreizehnten Regierungsjahr? Man hat daraus die verschiedensten Schlüsse gezogen, so zum Beispiel den naheliegendsten, dass Nofretete in dieser Zeit gestorben sei. Dafür spricht, dass man eine Totenfigur entdeckte, die mit dem Namen der Königin beschriftet ist und die sicherlich einst zu ihrer Grabausstattung gehörte. Echnaton hatte verfügt:

"Wenn die große königliche Gemahlin Nofretete, sie lebe,
in Millionen von Jahren stirbt an irgendeinem Ort,
sei er nördlich, sei er südlich, sei er westlich,
oder wo die Sonne aufgeht,
dann soll man sie holen,
damit ihr Begräbnis in Achetaton
(d.i.Amarna.M.) gemacht werden kann."

Nach diesem königlichen Gebot scheint es ausgeschlossen, dass Nofretete woanders als im Familiengrab von Amarna hätte bestattet werden können.

Eine weitere Vermutung besteht darin, dass Echnaton seine Gemahlin verstoßen habe und dass sie dann im Nordpalast ein zurückgezogenes Leben geführt habe. Als Hinweis für diese Annahme lässt sich eine 65 cm hohe gelbe Steatitstatue im Louvre anführen, welche Echnaton auf einem gepolsterten Thron sitzend darstellt. Ursprünglich saß neben ihm seine große königliche Gemahlin Nofretete, von deren Körper noch der linke Arm erhalten ist, wie er die Taille Echnatons umfasst. Da die Figur der Königin von den Bildhauern abgearbeitet wurde, möchte man darin einen Auftrag des Herrschers erkennen, der kein Bildnis mehr von Nofretete duldete. Man kann aber natürlich auch eine ganz andere Erklärung für die Abarbeitung finden: Vielleicht war bei der Herstellung der Statuengruppe ein Bruch im Stein aufgetreten. Die Bildhauer waren in einem solchen Fall gezwungen, entweder die ganze Arbeit aufzugeben oder das ursprüngliche Konzept einer Doppelstatue dahingehend abzuändern, dass sie jetzt eine Einzelstatue herstellten. Wie dem auch immer sei, das Schicksal von Nofretete bleibt für uns ungewiss.

Auch aus den letzten Regierungsjahren Echnatons gibt es nur wenige Fakten. In den königlichen Inschriften sowie in den Darstellungen tritt nach dem dreizehnten Regierungsjahr die älteste Tochter Echnatons und Nofretetes, Meritaton, als Königin in den Vordergrund und scheint die Rolle einzunehmen, die Nofretete innegehabt hatte. Als ältester Königstochter gebührte ihr selbstverständlich der erste Rang vor ihrer ebenfalls mit Echnaton verheirateten jüngeren Schwester Anchesenpaaton. Aus beiden Ehen gingen übrigens Kinder hervor, deren Namen uns als Meritaton die Jüngere und Anchesenpaaton die Jüngere überliefert sind...
Im Sommer seines siebzehnten Regierungsjahres (...) starb Echnaton und wurde, nach seiner - leider sehr zerstörten - Grabausstattung zu schließen, im königlichen Felsgrab von Amarna beigesetzt."...

Der Autor fährt fort, dass der Tod Echnatons Ägypten vor schwerste Probleme stellte. Es gab keine männliche Nachfolge, und Meritaton regierte nun wohl mit dem Thronnamen Anchcheprure eine Zeitlang allein. Dieser Königin Meritaton, der ältesten Tochter Echnatons und Nofretetes, wird nun das berühmte Schreiben an den Hethiterkönig zugeordnet, mit der Bitte, einen seiner Söhne als ihren Bräutigam zu entsenden; der entsandte Prinz Zannanza wurde auf dem Weg zu ihr jedoch ermordet...
Danach - vielleicht etwa ein Jahr nach Echnatons Tod - soll Meritaton Semenchkare geheiratet haben, der wohl ein Enkel Amenophis' III. mütterlicherseits war. Semenchkare soll dabei den Thronnahmen seiner Königin, Anchcheprure, in die eigene Titulatur übernommen haben. 
Dieser neue König, der durch Echnatons Reformwerk nicht belastet war, verfolgte eine Politik der Aussöhnung mit dem alten Reichsgott Amun und errichtete in Theben einen Totentempel, der dem Amun geweiht war. Für eine gewisse Zeit wurden jetzt Aton und Amun gleichberechtigte Götter. Semenchkare war jedoch nur eine kurze Herrschaftzeit beschieden (1335 - 1332 v. Chr.), und da während dieser kurzen Herrschaft noch ihre Schwester Anchesenpaaton als Königin hervortrat, dürfte Königin Meritaton sogar noch vor Semenchkare gestorben sein.

Nachfolger auf dem ägyptischen Thron durch Heirat mit Anchesenpaaton (später Anchesenamun) wurde der erst sieben bis zehn Jahre alte Tutanchaton ("Lebendiges Bild des Aton", später umbenannt in Tutanchamun). Er wurde in einer Inschrift als "Leiblicher Sohn des Königs" bezeichnet, was aber nur darauf schließen lässt, dass er zur königlichen Familie gehörte. Heute wird angenommen, dass er ein Bruder des Semenchkare war: Untersuchungen von Schädelform und Blutgruppe zeigten große Übereinstimmungen. 

Jetzt wurde eine Politik vorsichtiger Restauration betrieben, der alte und neue Reichsgott bestanden nebeneinander, wobei der neue zunächst noch Vorrang hatte. Nach dem Namenswechsel von König und Königin zog das Königshaus nach Memphis um; dort erließ der junge König ein Dekret, nachdem die jüngste Vergangenheit als eine Krankheit für das Land bezeichnet wurde und die verbannten Götter wieder in ihre alten Rechte eingesetzt wurden; Aton bestand zwar noch für ein Weile, aber es zeigte sich schon, dass das Reformwerk des Echnaton, das ja eng mit seiner eigenen Person verbunden war, keinen Bestand haben konnte.
Tutanchamuns Regierungszeit (1332 - 1323 v.Chr.) war, wie wir wissen, kurz, sein Tod gewaltsam: er starb an einer Schädelverletzung. Mit ihm ist diese 18. Dynastie in ihrer Blutlinie ausgestorben. 

Zwar regierten danach noch nacheinander als die letzten Könige der 18. Dynastie die beiden mächtigsten Männer im Staat, Eje und Haremhab, beides schon ältere Männer und zuvor als Beamte, Berater, Wesire und Stellvertreter des Echnaton und seiner Nachfolger erfahren; Haremhab war auch Oberbefehlshaber der Armee. Die beiden Männer haben sich offenbar auch gegenseitig unterstützt, indem sie vermutlich das Wohl Ägyptens dem eigenen Vorteilsdenken vorangestellt haben, zur Vermeidung von Unruhen im Innen und von außen!

Nach Angaben des Autors sollen diese Abläufe den Erkenntnissen der jüngsten Forschungen entsprechen. 

Echnaton lehrte und lebte die Idee des EINEN GOTTES. Er war ein hoher Eingeweihter - der höchste - und hatte Zugang zu GOTTES Führung. Natürlich war auch Nofretete Eingeweihte und sie, die nach Meinung von Forschern nicht nur das Weibliche Element der Neuen Dreieinigkeit symbolisierte, sondern vermutlich, zumindest zeitweilig, auch Mitregentin Echnatons war, hatte wesentlichen Anteil an der Anbetung des Einen GOTTES, wurde offenbar selbst als Göttin angesehen, als Inkarnation der ISIS, als Muttergöttin und  Fruchtbarkeitssymbol - und tatsächlich brachte sie ja auch damals Das WORT, ihre ewige AUFGABE... und das tat auch der Pharao, in einer Weise, wie die Menschen jener Zeit es verstehen konnten - sie beide brachten das LICHT und die LIEBE - wenn auch scheinbar nicht erfolgreich, weil nur für eine kurze Zeit... Doch ich WUSSTE, Echnaton und Nofretete vollbrachten ihre AUFGABEN gut; denn ihr Handeln sollte, ja, musste so sein, auch das scheinbare Scheitern, denn es war Vorbereitung auf eine viel spätere Zeit, eine Zeit - von uns aus gesehen vor etwa 2000 Jahren - in der dann wieder das LICHT und die LIEBE zur Erde gebracht wurden. Wie alle Gedanken und Taten waren ja auch ihre LEHRE und ihr TUN unauslöschlich im Kosmischen Gedächtnis, im Menschheitsgedächtnis verzeichnet und wirkten (und wirken immer noch) nach. Ihre AUFGABE war das Säen von Samen. Nur durch diese Vorbereitung konnte Jesus kommen und WIRKEN. Und nur, weil genau DAS geschah, und weil heute auch DAS geschieht, was geschehen soll - und immer nur DAS geschieht, was geschehen soll - wird auch DAS kommen, was kommen soll...
Die wirklich wichtigen Dinge sind immer REIN Geistig. Die Geschehnisse der heutigen und der kommenden Zeit wurden seit undenklichen Zeiten vorbereitet. Aber - was ist Zeit?

Beide, Echnaton wie Nofretete, hatten übrigens sehr hohe Schwingungen - das dürft Ihr auch selbst mit dem HERZEN prüfen!

In mehreren späteren Inkarnationen waren beide Mitglieder der Essener Gemeinschaft. In der Essener Gemeinschaft war das WISSEN darüber vorhanden, dass Echnaton selbst einst die Essener Gemeinschaft begründet hatte (siehe unten)... Unzweifelhaft waren auch Echnaton und Nofretete REBELLEN, waren REVOLUTIONÄRE DES LICHTS und der LIEBE! Dies war immer Teil ihrer AUFGABE, in jeder Inkarnation...

In den wunderschönen Worten des Jesus nach Aufzeichnungen aus der Akasha-Chronik, die ich auf der Seite "Wir sind heute wieder Essener" zitiere, wird auch "Bruder Echnaton" erwähnt, wie in dem Buch, in dem sie veröffentlich sind, noch weitere Male...  (
"Essener Visionen", Neue Offenbarungen aus der Akasha-Chronik, von Daniel Meurois-Givaudan, Kailash Verlag GmbH, ISBN 3-89631-267-7)

In jenem Zitat spricht Jesus auch vom männlich-weiblichen Prinzip, dem männlichen Prinzip, dass auch in jeder Frau lebt, und dem weiblichen Prinzip, das auch in jedem Mann lebt...

Ich ERKANNTE dabei, dass Echnaton, dem GOTTVATERMUTTER das WISSEN über SICH SELBST, über die SCHÖPFUNG, den WEG der Seelen auf der Erde und die Möglichkeit ihres SEINS IN GOTT, das der späteren Essener Gemeinschaft zugrunde lag, OFFENBART haben musste, dies auch in seinem eigenen Leben und seiner Regierungszeit - soweit es möglich war - umsetzen bzw. den Menschen nahebringen wollte. Ich meine, dass er dies auch insbesondere über die Kunst tat, denn die Kunst der Amarna-Zeit unterschied sich grundlegend von der Kunst Ägyptens davor und danach! 
Und ich meine unbedingt, dass Echnaton dabei auch GEWUSST haben wird, dass er in seiner damaligen Zeit noch (scheinbar) scheitern müsste und erst die Menschen der späteren (also der heutigen) Zeit das WISSEN über diese Kunst, zusammen mit dem WISSEN über ihn selbst, seine Familie und die Vorgänge zu der damaligen Zeit insgesamt, erlangen würden!

Echnaton WIRKTE und VERÄNDERTE also DIE KUNST FÜR DIE HEUTIGE ZEIT! Diese Kunst ist eine Darstellung GEISTIGEN WISSENS, GEISTIGEN SEINS und GEISTIGER VORGÄNGE, wie z.B. auch der spätere Surrealismus und andere Kunstformen, aber es musste immer noch ein Anschein der Kontinuität der Darstellung gewahrt bleiben, um überhaupt die Botschaft vermitteln zu können, denn auch die Menschen seiner damaligen Zeit sollten ihn noch verstehen können...

Ich ERKANNTE, dass die ungewohnte Darstellung Echnatons in der Amarna-Kunst (runder Bauch, runde Schenkel, runde Brust, ausgeprägte Taille, außer in der für die Darstellung von Pharaonen üblichen Größenunterschiede kaum sichtbare Unterschiede zu seiner Gemahlin und seinen Kindern, von der Kleidung abgesehen) NICHTS ANDERES SEIN KONNTE, ALS DIE BEWUSSTE DARSTELLUNG DER MÄNNLICH-WEIBLICHEN PRINZIPS, DASIN GOTTVATERMUTTER GEGENWÄRTIG IST UND SO AUCH IN EINEM JEDEN MENSCHEN - und so sind auch Nofretete und beider Töchter von der Gestalt her ähnlich dargestellt - UND SIE TRAGEN IN SICH DIE BOTSCHAFT:

JEDER MENSCH IST SO, WEIL GOTT SO IST - GOTTVATERMUTTER, GOTTLICHTLIEBE... 
ALSO DIE WAHRHEIT DES GÖTTLICHEN, DIE WAHRHEIT, DIE WOHL ALLEN RELIGIONEN EINMAL ZUGRUNDE LAG, DIE EWIGE FRISCHE UND KRAFT URSPRÜNGLICHEN, WAHREN GÖTTLICHEN SEINS, die im damaligen Ägypten seit langem bereits einer verstaubten und sinn-entleerenden Starrheit, eingefahrenen Dogmen, einem starren Beamten- und Priester-Apparat mit festen Privilegien und einer über Jahrtausende gewachsenen Herrschaftsstruktur gewichen war...

ZUDEM GALT JA DER PHARAO IN DER DAMALIGEN ZEIT ALS INKARNATION GOTTES! 

Und diese LIEBE wird in der Amarna-Kunst ebenso symbolisiert wie die ZWEIHEIT IN EINHEIT, indem die HARMONIE und LIEBE als Austausch von Zärtlichkeiten innerhalb der Familie dargestellt wird...

Wenn Historiker und Kunstverständige des 20. Jahrhunderts und der heutigen Zeit meinen, dass Echnaton krank gewesen sein muss, weil sein Körperbau weiblich scheine, dann spricht das von deren GEISTIGEM Unverständnis - und es war ja bisher auch nicht anders möglich, im Geltungsbereich der Kirchen anders zu denken, bedingt durch den so genannten 'christlichen' Glauben, der tatsächlich insbesondere durch die Ablehnung des weiblichen Prinzips GOTTES die WAHRHEIT DES CHRIST-SEINS, die WAHRE LIEBE, das WAHRE LICHT vor den Menschen verborgen hatte... (siehe dazu auch meine Seiten zu den Themen Die Essener und Religion)

DIE ESSENER HÄTTEN SOFORT GEWUSST, WAS "BRUDER ECHNATON" IHNEN MIT SEINEM KUNSTSTIL SAGEN WOLLTE - UND DIE HEUTIGEN UND SPÄTEREN MENSCHEN WERDEN ES EBENSO WISSEN!

ECHNATON UND NOFRETETE WAREN DIE KÜNDER EINER NEUEN ZEIT, DIE SIE GLEICHZEITIG VORBEREITEN HALFEN, KÜNDER EINER NEUEN, URSPRÜNGLICHEN, WAHREN LEHRE, WELCHE MOSES, DIE ESSENER UND SCHLIESSLICH JESUS, WIE AUCH VIELE ANDERE SEELEN, IN SPÄTEREN ZEITEN IMMER WIEDER VERFESTIGTEN, UND DIE DARUM VON HEUTE AN WIRKLICHKEIT WERDEN  KANN... 

ES IST WICHTIG, DASS WIR DAS HEUTE WISSEN - UND DARUM IST ES JA AUCH DAMALS ALLES SO GESCHEHEN!

ES SIND IM KERN IMMER DIE SELBEN SEELEN, WELCHE DEN BODEN VORBEREITEN, DIE SAAT AUSSÄEN, DIE KEIME PFLEGEN, DAS WACHSTUM PRÜFEND UND HELFEND BEGLEITEN UND, WENN DIE ZEIT HERAN IST, ERNTEN UND TEILEN, DAMIT ALLE GENUG GEISTIGE NAHRUNG HABEN, STARK WERDEN UND DANN DIESE NAHRUNG WEITER AUSSÄEN  ODER  SICH AUF DEN WEG ZURÜCK INS ELTERNHAUS BEGEBEN KÖNNEN, JE NACH IHRER AUFGABENSTELLUNG...

Wer schon ein wenig Übung mit der ARBEIT mit dem HERZ-Chakra hat, kann einmal die Schwingungsfrequenz dieser Epoche Alt-Ägyptens prüfen, indem er sie mit den Epochen davor und danach vergleicht (es ist dabei unwesentlich, wie diese Epochen hießen):

  • Prüft zuerst die höchste Energiefrequenz der vor Echnaton regierenden Pharaonen bis zu 1000 Jahre zuvor
  • dann die der Herrschaft von Echnatons Vater, Pharao Amenophis III.
  • dann die der Herrschaft von Echnaton und Nofretete
  • dann die der danach folgenden von Tut-anch-Amun
  • dann die darauffolgende...
Ihr werdet dabei feststellen, dass die Zeit von Echnaton und Nofretete die höchste Schwingungsfrequenz hatte, und damit also eine viel höhere QUALITÄT. Das bedeutete konkret, dass zu der Zeit viel mehr LICHT, viel mehr LIEBE, FRIEDEN, FREUDE und damit auch mehr Zufriedenheit unter den Menschen war, also die Lebensqualität war höher, es war also eine Zeit des geistigen, wirtschaftlichen und kulturellen AUFSCHWUNGS. Vor allem aber war es eine Zeit, in der WAHRHEIT und WISSEN gebracht und GELEBT wurden. 

Hier könnt Ihr auch sehen, wie sich die Existenz und das WIRKEN Nofretetes und Echnatons auf die Schwingungen der Erde bis heute ausgewirkt haben. Und allein dies zeigt, welche Bedeutung ihr DA-SEIN hatte. 

Übrigens - ich bin heute nicht vollkommen und sehe der wunderschönen Nofretete nicht ähnlich, abgesehen von einem Anflug von Ähnlichkeit in meiner Jugend... jemand sprach mich zu jener Zeit einmal darauf an - war es spontanes Erinnern? Das Aussehen hängt, abgesehen von Menschenrasse, Alter, Typ, Lebenswandel und Haarfarbe, mit den speziellen Erfordernissen der jeweiligen Inkarnation zusammen und mit der speziellen 'Spielart' der AUFGABE... Ich weiß, dass ich in den letzten 2000 Jahren alle Erfahrungen und Probleme der Menschheit erleben wollte - und so bin ich äußerlich nicht VOLLKOMMEN, aber darauf kommt es jetzt auch nicht an. Dafür kenne ich nun alle menschlichen Gedanken und Gefühle und sehe für die Menschen vertrauter aus, was für mich wichtig ist, um als Lehrerin überhaupt verstanden zu werden... Immer aber hatte ich vor meiner ERWECKUNG eine gewisse Distanz zu anderen Menschen, die auch meiner Mutter schon zu eigen war. Ich weiß aber, dass ich in meiner nächsten Inkarnation wieder soweit VOLLKOMMEN sein werde, wie es Menschen auf der Erde möglich und gestattet ist.

WAS IST DENN "VOLLKOMMENHEIT" überhaupt? In dem oben erwähnten Buch "Essener Visionen" sagt Jesus dazu, sinngemäß, dass es weder bei GOTT noch in der ganzen SCHÖPFUNG wirkliche VOLLKOMMENHEIT gibt, denn dann wäre ja ein LERNEN nicht mehr möglich. Was uns als Menschen also als VOLLKOMMEN erscheinen mag, kann immer nur Stufe sein, nie Ziel! Das Wort  drückt also einfach nur aus, dass Menschen sich nichts SCHÖNERES oder BESSERES vorstellen können - es zeigt also die Grenzen menschlicher Vorstellungsfähigkeit...und in diesem SINNE gebrauche ich das Wort "VOLLKOMMEN" auch...

Wie innen - so außen! Dieses Gesetz gilt auch für das Aussehen von Menschen, obwohl es durchaus Menschen gibt, die nur äußerlich schön sind. Man erkennt es dann an ihrem HERZEN, ihren Augen und ihrer Aura. Der Zustand des HERZENS wird in allen Lebensäußerungen reflektiert. 

Nofretete war nahezu VOLLKOMMEN und die berühmte "Berliner" Büste kündet davon. Diese, erst in der Neuzeit gefunden, entspricht genau unserem heutigen Schönheitsideal - vermutlich weil es EWIG SCHÖN ist - vielleicht prägte sie sogar unser heutiges Schönheitsideal wesentlich mit, denn sie muss die Menschen mit ihrer SCHÖNHEIT zutiefst erschüttert haben. Sie zeigt die Königin in Lebensgröße und in ihrem wirklichen Aussehen; sie entspricht vollkommen dem lebenden Modell, das man in ihr noch zu spüren meint. Sie scheint darin noch zu atmen. Ihre SCHÖNHEIT verblüfft und bezaubert alle Betrachter. In dem oben erwähnten Buch von Joyce Tildesley wird geschildert, wie eine Autorin deren Wirkung auf die Menschen zu ergründen suchte. Sie beobachtete, wie sich Museumsbesucher Nofretete nähern:
"Alle bleiben verwundert stehen, gebannt von ihrer Erscheinung, manche verharren lange reglos, einige kommen nicht nur einmal, sondern immer wieder zurück, als könnten sie kaum glauben, was sie sehen."

Dies entspricht auch meinen eigenen Erfahrungen. Die Büste selbst aber hat noch eine ganz andere, viel direktere Wirkung, als alle ihrer Abbildungen, denn sie trägt in sich, wie ich heute weiß und wie Ihr alle es auch mit dem HERZEN nachprüfen könnt, unauslöschlich den eigentlichen, geheimen Zauber der Nofretete, nämlich ihre tatsächliche Schwingungsfrequenz - ihr GÖTTLICHER HAUCH als geheimes Geschenk und geheime Botschaft an die heutigen Menschen. 
Nofretete wie auch Echnaton waren in der BEDINGUNGSLOSEN LIEBE. Ihre Schwingungen waren noch höher als später die des Jesus, wie auch die Schwingungen der damaligen Zeit höher waren als die unserer späteren Zeitenwende...

Und die Autorin selbst schreibt weiter:
"Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass andere, die vielleicht nicht so gut informiert sind, auch ein bischen enttäuscht sein können, wenn sie die Königin zum ersten Mal sehen. Sie rechnen nicht damit, dass das linke Auge fehlt, denn die meisten modernen Reproduktionen gleichen diesen Defekt entweder aus oder zeigen die Königin im Profil. Und sie rechnen auch nicht mit der völligen Symmetrie des Gesichtes. Nur wenige Menschen haben absolut symmetrische Züge, aber Nofretetes Büste wurde so gestaltet, und das trägt zu ihrer perfekten, aber distanzierten und etwas unnatürlichen Erscheinung bei. Für Borchardt verleiht diese Symmetrie Nofretete eine Aura des Friedens und macht sie zum Inbegriff von Ruhe und Ebenmaß. Camille Paglia...erscheint Nofretetes Büste schön, aber stromlinienförmig, streng und unnahbar: So, wie sie überliefert wurde, ist die Büste der Nofretete in künstlerischer und ritueller Hinsicht vollkommen; erhaben, streng und fremdartig... Unter allen großen Kunstwerken ist dies das am wenigsten trostreiche. Seine Beliebtheit ist ein Missverständnis und verdankt sich der Verdrängung seiner einzigartigen Züge. Die angemessene Reaktion auf die Büste der Nofretete ist Angst.
Nofretete hätte dem wahrscheinlich zugestimmt."

Mit dem Hinweis auf Angst als Reaktion auf die Büste hat die Autorin vermutlich Recht. Vollkommene Symmetrie ist nämlich ein Zeichen von GÖTTLICHKEIT, von
dem, was WAHRER VOLLKOMMENHEIT am nächsten kommt, von etwas, was den Menschen völlig  fremd und unbegreifbar ist, weil sie selbst nicht mehr so sind. Angst kommt aber daher, dass die Menschen etwas nicht fassen können -  und nach meiner Erfahrung haben viele Menschen auch vor der BEDINGUNGSLOSEN LIEBE eine derartige Angst... Kann es sein, dass ein Auge BEWUSST nicht eingesetzt wurde, um eben diese vollkommene Symmetrie zu vermeiden? Hatte vielleicht der Bildhauer selbst vor diesem unirdischen Gleichmaß ihrer Züge Angst bekommen und bewahrte die fehlende Vollkommenheit ganz bewusst so? Mein HERZ beantwortet diese Frage mit Ja... weiß ich doch, dass sich uns Menschen auch ENGEL-Erscheinungen in ihrer menschenähnlichen Gestalt nur für den Bruchteil einer Sekunde zeigen (und auch da erfassen wir nie das gesamte Gesicht), denn sie sind so überirdisch SCHÖN und damit für uns so ERSCHÜTTERND und AUFWÜHLEND zugleich, dass wir Menschen diesen Anblick nicht länger ertragen könnten und ihnen zugleich völlig verfallen würden... selbst der Anblick für Sekundenbruchteile genügt, uns ihn nie vergessen zu lassen... 

Übrigens - warum gibt es so viele Menschen, die meinen, einstmals Nofretete, Cleopatra, Hildegard von Bingen, MARIA u.a. gewesen zu sein? Diese Frage, die mir schon oft gestellt wurde (und die ich mir natürlich anfangs auch gestellt habe) habe ich als Antwort zu einer Frage in Fragen und Antworten ausführlich behandelt, es ist aber immer nur ein Sich-Annähern...

(Im Folgenden beziehe ich mich überwiegend auf das Buch 'Echnaton - Die Religion des Lichtes" von Erik Hornung, Artemis & Winkler Verlag. Auf dem rückwärtigen Umschlagblatt zu diesem Buch steht folgender Text:)

"Der Pharao Echnaton (1364 - 1347 v. Chr., verheiratet mit Nofretete) war der erste historisch fassbare Denker, welcher die gesamte Natur- und Menschenwelt aus einem einzigen Prinzip zu erklären versuchte: Absoluter Bezugspunkt war für ihn (wie dann viel später für Einstein) das Licht, verkörpert in der Sonne, der er seinen berühmten "Sonnengesang" gewidmet hat."

(Im vorderen Innenumschlag steht:)"...Als erster moderner Mensch versucht Echnaton, die Welt aus einem einzigen Prinzip zu erklären und dieses Prinzip, das Licht, als alleinige Gottheit zu verehren, die 'Mutter und Vater' aller Wesen ist. Atemberaubend ist es, wie dieser Pharao in wenigen Jahren seine Lehre von der Allmacht des Lichts in einer Klarheit und Konsequenz ausgestaltet, wie sie nicht wieder erreicht wurden. Judentum, Christentum und Islam, aber auch die moderne Wissenschaft und Philosophie nehmen ihn heute als einsamen Vorläufer in Anspruch. In seiner strengen Folgerichtigkeit und in der Verfolgung anderer Glaubensrichtungen ist Echnaton zugleich ein erster Vertreter des Fundamentalismus und auch darin höchst aktuell, zeigt er doch zugleich das notwendige Scheitern jeder einseitig-fundamentalistischen Bemühung; nicht, weil er zu früh kam, sondern weil er Bereiche ausgrenzte, die für den Menschen unverzichtbar sind, hatte seine Lehre keinen Bestand..."

ATON erscheint nach dem Buch mehr der persönliche Gott Echnatons zu sein, während Echnaton der persönliche Gott jedes Einzelnen ist. Die Hofbeamten waren in totaler Abhängigkeit von ihm, persönliche Frömmigkeit war jetzt ein Zeichen von Loyalität dem König gegenüber. Priester im alten Sinne gab es nicht mehr. Er war Sohn Gottes. Zwar  war der Pharao auch schon vorher Gottes Sohn, "Sohn des RE", aber Echnaton war es in viel direkterer, persönlicherer Weise. Dabei stellte sich auch für ägyptische Theologen die Frage nach der Wesenseinheit von Gott und Sohn. In einer Unterweltsbeschreibung der Amarnazeit (vor oder nach Echnaton) betont ATUM mit der Formel "Ich bin der Sohn, der hervorging aus seinem Vater, ich bin der Vater, der hervorging aus seinem Sohn" seine völlige Einheit mit RE und spielt zugleich, vom Kontext her, auch auf das Vater-Sohn-Verhältnis von OSIRIS und HORUS an. 
Echnaton wird immer wieder als der 'Nil Ägyptens' bezeichnet, und dazu ist Er 'Die Mutter, die alles gebiert', wie zuvor schon der Sonnengott RE als 'Mutter der Menschen und Götter' und als 'Vater und Mutter' bezeichnet wird. Somit decken Er und GOTT eigentlich schon das weibliche Element z.T. mit ab, aber hinzu kam noch Nofretete.

Über Nofretete ist dem Buch im Wesentlichen folgendes zu entnehmen:
Nofretetes Bedeutung ist nicht politischer, sondern rein religiöser Natur. Sie beteiligt sich an der Herrrschaft, ohne formell Mitregentin zu sein (andere Wissenschaftler vertreten eine andere Meinung). Sie ist Echnatons persönliche Göttin und bildet mit Ihm und ATON eine göttliche Dreiheit (Dreieinigkeit), wie sie im Neuen Reich häufig auftrat. Die Konstellation, die nach Meinung des Autors Hornung hier durchscheint, ist die des Gottes ATUM, eines Gottes des Anfangs, mit dem Paar Schu-Tefnut, das aus ihm hervorging. Das ist am Anfang noch ganz deutlich, schreibt er, wenn einige der Kolossalstatuen Echnatons noch die Vierfederkrone des Schu tragen. Später werden die Hinweise versteckter, etwa beim Erheben der Namen des ATON durch das Königspaar. 
Echnaton und Nofretete wurden zusammen mit ATON auch auf Hausaltären der Beamtenschaft als Gottheiten verehrt. Auf einem für Echnaton vorgesehenen Totenschrein ist Nofretete in allen 4 Ecken als Göttin (sonst stand dort immer ISIS) abgebildet, die Ihm das Leben einhaucht.

(wenn man jedoch weiß, dass Echnaton der Begründer der Essener Gemeinschaft war, sieht man die wissenschaftlichen Dispute in einem anderen Licht)

Echnaton und Seine Lehre sowie Seine Zeit sind den Forschern bis heute rätselhaft geblieben. Das persönliche Schicksal sowohl Echnatons als auch Nofretetes sind ungeklärt. Die vermutliche Favoritin Echnatons in späteren Jahren, Kija, soll auch eine Tochter von Echnaton zur Welt gebracht haben, vielleicht auch einen Sohn..., aber in allem ist man auf Vermutungen angewiesen... Nach dem Berliner Museumskatalog von 1976, der mir vorliegt, hat Echnaton nacheinander zwei seiner Töchter geheiratet, die auch Mädchen gebaren...  Wie sie lebten, was vor sich ging und wie sie gestorben sind, ist heute nicht bekannt und es wird darüber von jedem Experten anderes vermutet.
 
Das Sicherste ist also, einfach nur davon auszugehen, dass diese SCHÖNEN MENSCHEN UND IHRE REVOLUTIONÄRE LEHRE einst in der Welt waren, dass sie WIRKTEN, so wie es das uns vorliegende Wissen bezeugt, und dass sie dann gestorben sind...

Nachstehend folgt der durch 'Zufall' vollständig erhaltene "Sonnengesang" des Echnaton, nach dem in einem Grab aus der Amarna-Zeit entdeckten hieroglyphischen Text (übersetzt von Norman de Garies Davies, Rock Tombs VI (1908), entnommen dem Buch von Erik Hornung, S. 88 ff.). Ich habe die Übersetzung des "Sonnengesangs" nach meiner Intuition etwas aktualisiert und mit einigen wenigen Erläuterungen  versehen, damit wir heute einen besseren Zugang dazu haben.

Eine zweite Übersetzungs-Version des "Sonnengesang", mit der ihr diese erste Version vergleichen könnt,  findet Ihr am Ende der Seite, sie ist von Kurth Sethe, der auch der Übesetzungstext von N. de G. Davies zugrunde liegt (veröffentlicht in 'Amarna in Religion und Kunst', H.Schäfer, 7. Sendschrift der Deutschen Orient-Gesellschaft, Leipzig 1931, S. 63-70, ohne die dort angegebenen Bemerkungen, und ich habe sie dem oben erwähnten Museumskatalog entnommen).

Ich habe später intuitiv GEWUSST, dass der "SONNENGESANG" von Nofretete INTUITIV EMPFANGEN und daraufhin spontan von ihr und/oder ECHNATON gedichtet worden war (siehe im folgenden), was aber so nicht öffentlich hätte gesagt werden können; Echnaton hatte dies im "Vorspann" des Gebetes vermutlich andeuten wollen (wie auch die ARBEIT UND WIRKUNG des Herrscherpaares insgesamt  überwiegend eine gemeinsame war...) - und ich  WUSSTE auch plötzlich, als ich dieses GEBET das erste Mal las, dass Nofretete die Erste war, der Echnaton dieses GEBET in der fertigen Fassung vortrug. Es dürfte sich im Original gereimt haben und wurde wohl eher gesungen, statt gesprochen.

Zu meinen tiefsten ERSTAUNEN hat auch Franz von Assisi ca. 2500 Jahre später ein Gebet 'SONNENGESANG' geschrieben, das  hiernach, am Ende der Seite wiedergegeben ist, und das führte dann zu meinem oben erwähnten späteren, spontanen WISSEN, dass Nofretete die eigentliche Verfasserin des hier wiedergegebenen  "SONNENGESANGS" war (es kam mir aber erst, als ich den 'SONNENGESANG' des Franz von Assisi noch einmal nachlas, nachdem schon die Essener Seiten fertig waren, und ich WUSSTE dabei auch, das Echnaton dies durch die (hier nicht wiedergegebenen) Anfangszeilen, die auf Nofretete bezogen waren, insgeheim ausdrücken wollte)...


Die erste Zeile gibt Titel und Namen von ATON, Echnaton und Nofretete. Der eigentliche Hymnus wird, auf Echnaton bezogen, dann mit 'Er sagt' eingeleitet, dann folgt:

SONNENGESANG
des Echnaton/der Nofretete / 1.Version
(Eine 2.Version siehe hier)

 Schön erscheinst Du am Horizont des Himmels,
Du lebendige Sonne, die das Leben bestimmt!
 Am Osthorizont bist Du aufgegangen
und hast jedes Land mit Deiner Schönheit erfüllt. 
Schön bist Du, groß und strahlend,
hoch über allem Land.

Deine Strahlen umfassen die Länder
und Deine gesamte Schöpfung. 
Du bist RE, wenn Du ihre Grenzen erreichst
und sie niederbeugst für Deinen geliebten Sohn (= Echnaton selbst).
Fern bist Du, doch Deine Strahlen sind hier auf Erden. 
Du schaust die Erde an, doch unerforschlich ist für uns Dein Lauf.

Gehst Du am Westhorizont unter,
ist die Welt in Finsternis, dem Tode ähnlich.
Die Schläfer sind in der Kammer, haben ihr Haupt verhüllt,
kein Auge sieht das andere.

Raubte man alle ihre Habe, die unter ihren Köpfen ist,
sie merkten es nicht.
Jedes Raubtier ist aus seiner Höhle gekrochen,
und alle Schlangen beißen.
Die Finsternis ist ein Grab,
die Erde liegt erstarrt,
seit ihr Schöpfer in seinem Horizont untergegangen ist.

Am Morgen aber bist Du aufgegangen am Horizont
und leuchtest als Sonne am Tage.
Du vertreibst die Finsternis und schenkst Deine Strahlen.
Die beiden Länder (= Ober-u.Unterägypten) erleben darum Tag für Tag ein Fest.
Die Menschen sind erwacht und stehen auf ihren Füßen.
Du hast sie aufgerichtet.
Rein ist ihr Leib, sie haben Kleider angelegt,
und ihre Arme sind bei Deinem Erscheinen in Anbetung erhoben.
Das ganze Land geht nun an seine Arbeit.

Alles Vieh ist zufrieden mit seinem Kraut,
Bäume und Kräuter grünen.
Die Vögel sind aus ihren Nestern aufgeflogen,
ihre Schwingen preisen Deinen KA (= Geist).
Alles Wild hüpft auf seinen Füßen,
alles, was fliegt und flattert, lebt,
wenn Du für sie aufgegangen bist.
Die Lastschiffe fahren stromab und wieder stromauf,
Dein Erscheinen öffnet jeden Weg.
Die Fische im Strom springen in Freude vor Deinem Angesicht,
Deine Strahlen wirken selbst noch im Innern des Meeres.

Der Du den Samen sich entwickeln lässt in den Frauen, 
der Du aus dem Flüssigen Menschen machst, 
der Du den Sohn im Leib seiner Mutter ins Leben bringst
und ihn beruhigst, so dass seine Tränen versiegen -
Du Amme im Mutterleib! - 
der Du Atem spendest, um alle Geschöpfe am Leben zu erhalten!
Verlässt der Sohn den Mutterleib
am Tage seiner Geburt, um zu atmen, 
dann öffnest Du seinen Mund vollkommen
und sorgst für seine Bedürfnisse.

Du gibst dem Küken im Ei, das schon in der Schale redet,
 dort drinnen die Luft, die es zum Überleben braucht,
denn Du hast ihm eine Frist gesetzt, um das Ei zu durchbrechen -
Und nach dieser Frist kommt es aus dem Ei
und läuft schon auf seinen Füßen.

Wie zahlreich sind Deine Werke,
die dem Auge verborgen sind,
Du einziger GOTT, Dem nichts gleicht!
Du allein hast die Erde nach Deinem Willen geschaffen,
mit Menschen, Vieh und allem, was auf dem Boden lebt
und auf seinen Füßen umherläuft
und allem, was sich in die Höhe schwingt und mit seinen Flügeln fliegt.

Du gibst jedem Land seinen Platz und sorgst für seine Bedürfnisse:
Den fremden Ländern von Syrien und Nubien, dazu Ägypten,
ein jeder Mensch hat seine Nahrung, seine Lebenszeit ist bestimmt.
Die Menschen sprechen verschiedene Sprachen,
und ihre Wesenszüge sind unterschiedlich;
ihre Hautfarbe ist verschieden, denn Du unterscheidest die Völker.

Du lässt den Nil in der Unterwelt entspringen (= die Quellen entspringen der Erde)
und bringst ihn ans Licht, so wie es Dir gefällt,
 um die Menschen, die Du erschaffen hast, am Leben zu erhalten.
DU bist ihrer aller Herr, Der sich um sie sorgt
- Du Herr allen Landes, der für sie aufgeht! 
Du Sonne des Tages, gewaltig in ihrer Hoheit!
Selbst alle fernen fremden Länder erhältst Du am Leben,
hast Du doch einen 'Nil' an den Himmel gesetzt (= die Wolken, den Regen),
dass er zu ihnen herabkomme
und wie ein Meer in Wellen von den Bergen herabströmt,
um ihre Felder zu befeuchten mit dem, was sie brauchen!
Wie wunderbar durchdacht sind Deine Pläne, Du Herr der Ewigkeit!
Den 'Nil' am Himmel gibst Du den fremden Völkern
und allem Wild der Wüste, allem, was sich dort auf Füßen bewegt.
Aber der wahre Nil strömt aus der Unterwelt nach Ägypten.

Deine Strahlen säugen alle Felder.
Wenn Du aufgehst, erfüllt Leben die Pflanzen und sie wachsen für Dich.
Du schaffst die Jahreszeiten, damit alle Geschöpfe sich entwickeln können: 
Den Winter, um sie zu kühlen, die Sommerglut, damit sie Dich spüren.
Du hast den Himmel so weit von uns entfernt, um an ihm aufzugehen
und alles zu schauen, was Du geschaffen hast.

Einzig bist Du, wenn Du aufgegangen bist,
in all Deinen Erscheinungsformen als lebendiger ATON,
der erscheint und erglänzt, sich entfernt und sich nähert.
Du schaffst Millionen von Gestalten aus Dir allein,
schaffst Städte, Dörfer und Äcker, Wege und Strom (= den Nil).
Du stehst vor aller Augen, 
wenn Du als Sonne am Tage über dem Land stehst.

Bist Du gegangen und ist Dein Auge nicht mehr da,
das Du um Deiner Schöpfung willen geschaffen hast,
damit Du nicht als Einziges, was Du geschaffen hast, Dich selber siehst - 
auch dann bleibst Du in meinem Herzen, und es gibt keinen anderen, der Dich kennt,
als allein Dein Sohn NEFERCHEPRURE UANRE (= ECHNATON selbst),
dem Du Dein Wesen und Deine Macht offenbarst.

Die Welt entsteht auf Deinen Wink, wie Du sie erschaffen hast:
Bist Du aufgegangen, so leben sie,
gehst Du unter, so sterben sie.
Du bist das Leben selbst, alles lebt durch Dich.
Die Augen ruhen auf Schönheit, bis Du untergehst,
alle Arbeit wird niedergelegt, wenn Du im Westen untergehst.
Gehst Du auf, erfüllst Du des Königs Untertanen mit Kraft,
und jeder eilt, ihm zu dienen.

Seit Du die Welt erschaffen hast, erhebst Du sie
für Deinen Sohn, der aus Deinem Leib hervorgegangen ist,
den König beider Ägypten, NEFERCHEPRURE UANRE,
den Sohn des RE, der von MAAT lebt (= WAHRHEIT),
den Herrn der Diademe, ECHNATON, schon groß in seiner Lebenszeit,
und die große Königsgemahlin, die er liebt,
Herrin beider Länder, NOFRETETE, 
der ewiges Leben und ewige Jugend zuteil sind.

Die Sonne ist das sichtbare Auge GOTTES, sie symbolisiert SEINE LIEBE für SEINE SCHÖPFUNG. Wenn auch LIEBE nicht eigentlich erwähnt ist, strahlt sie doch aus jeder Zeile, aus jedem Wort! GOTT = LICHT-LIEBE! Die LIEBE wird auch symbolisiert durch die familiäre Zärtlichkeit und die Liebkosungen, die bei Darstellungen des Königspaares und seiner Kinder zu sehen sind.
Echnaton und Nofretete sahen sich immer der WAHRHEIT verpflichtet (für die die Göttin Maat stand), sie LEBTEN WAHRHEIT.

Aus dem 'Sonnengesang' wird neben tiefer DEMUT und WISSEN (nicht: Glauben!) und Nähe zu GOTT auch die tiefe LIEBE und ACHTUNG vor der SCHÖPFUNG deutlich, vor all den kleinen Dingen, nichts ist selbstverständlich. So habe ich es noch nie zuvor von anderer Quelle erfahren. Dies ist für mich authentisch. Es erinnert mich an einen Ausspruch von Schopenhauer: "Demut ist die Ehrfurcht vor den kleinsten Dingen".

In dem o.g. Buch wird auch die Frage diskutiert, die offenbar die Ägyptologen schon seit langer Zeit bewegte, ob in Ägypten schon vor Echnaton eigentlich eher ein Monotheismus (Lehre von EINEM Gott) oder ein Polytheismus (Lehre von vielen Göttern) praktiziert wurde, denn es könnte ja durchaus unterschieden werden zwischen dem nach außen hin, für das Volk praktizierten Glauben und dem Glauben für Eingeweihte. Dazu steht auf S. 100: "Die Diskussion des ägyptischen Gottesglaubens geht jedoch weiter, und wir gewinnen mit dem Stichwort vom 'Denken des Einen' neue Zugänge. Mit 'dem Einen' hat sich ägyptisches Denken vor allem im Nachvollzug der Schöpfung beschäftigt, und hier könnte man mit einer gewissen Berechtigung vom 'Urmonotheismus' sprechen; denn Göttliches muss nach ihrer Auffassung am Anfang Eines gewesen sein und hat sich erst im Vorgang der Schöpfung differenziert - 'Der Eine, der zu Millionen wurde', so fasst es eine nach Echnaton beliebte Formel. Die alten Ägypter hat es immer neu fasziniert, sich dieses Werden der Vielfalt aus der Einheit des Anfangs vorzustellen, und sie umschreiben den letztlich unfassbaren Vorgang gern mit paradoxen Aussagen über den 'Einen des Anfangs'....die paradoxe Anfangskonstellation wurde überwunden, indem der zunächst 'Einzige' etwas von Seiner Substanz absondert - als Speichel, Schweiß, Tränen, Samen oder auch als WORT, das aus Seinem Munde hervorgeht. Durch diese erste Emanation entsteht das erste Götterpaar und damit die Vielfalt..." (Großschreibung von mir.M.) Übrigens lehrt dies auch ganz ähnlich die jüdische Kabbala mit dem Lebensbaum...
Siehe dazu meine Seite Die SCHÖPFUNG, wie sie mir von GOTT gegeben worden war.

Es scheint auch so, als plante Echnaton zunächst eine neue Weltreligion, die sich dann aber in späteren Jahren offenbar zunehmend auf den engeren Bereich beschränkte (jedenfall so, wie es entsprechend den überlieferten Spuren wissenschaftlich nachvollziehbar ist), indem Er auch weiterhin die Anbetung einiger Götter duldete (vielleicht so, wie Echnaton es damals als machbar sah, und wie Er vermutlich auch GEFÜHRT wurde); was durchaus darauf hindeutet, dass der eigentliche Sinn von Echnatons Wirken eine Vorbereitung für eine spätere Zeit war, nämlich das Wirken des Jesus CHRISTUS. Das Wirken des Jesus CHRISTUS wiederum war Vorbereitung für die jetzige Zeit. Jesus CHRISTUS' Wirkung konnte darum so zeit- und weltumfassend sein, weil die Lehre des Echnaton in der Akasha-Chronik, dem feinstofflichen "Universal-Verzeichnis des Gedächtnis' der Menschheit", bereits niedergelegt war. Und darüber hinaus hat seine LEHRE aber auch direkt weitergewirkt, wenn auch nicht in Ägypten selbst...
Echnaton hat - DAS WUSSTE ICH - einen Kreis von Schülern und Schülerinnen gelehrt und eingeweiht, darunter natürlich auch Nofretete selbst, die später MARIA war. 
Er hat schließlich - noch in jener Inkarnation - die Gemeinschaft der Essener gegründet, aus der später auch MARIA, Joseph und Jesus und viele der um sie Wirkenden hervorgingen - auch dies Vorbereitung (siehe auch hier). Und schließlich inkarnierte Echnaton selbst in jener Zeit als das Kind, das in er Felsenhöhle, dem "Stall" geboren wurde -  Jesus!

(Siehe dazu neben dem Buch 'Die Blume des Lebens, Band 1' (von Drunvalo Melchizedek, Koha-Verlag), auch die wunderschönen Bücher "Essener Visionen" (Daniel Meurois-Givaudan, Kailash-Verlag) sowie "Essener Erinnerungen" (Anne und Daniel Meurois-Givaudan, Heyne Verlag). Die letzteren beiden sind Berichte aus der Akasha-Chronik, betreffen aber nicht Echnaton, sondern Jesus. Hier wird ein Bezug der Essener zum 'Roten Land, also Ägypten, geschlagen, und ägyptische Weise in Verbindung mit der Ausbildung und Reifung des Jesus sowie Seiner späteren MISSION und Seiner Vollendung gebracht, die von ihnen - geführt von den 'Brüdern von den Sternen' vom Planeten Venus aus  - begleitet und ermöglicht wurde).

Meiner Intuition folgend, beschloss ich, Nofretete selbst über sich zu befragen, und zwar nachdem diese Inkarnation beendet war. Ich hatte schon früher spontan Persönlichkeiten meiner Inkarnationen angesprochen und sie dazu angeregt, ihren 'Feinden' zu vergeben - was gleichzeitig auch die Gegenwart veränderte... Als ich mich Nofretete im HERZEN näherte, war mein erster Impuls, dass der Name 'Nefertiri' oder 'Nefertiti' gesprochen wurde, vielleicht war das auch eine Koseform. 
Sie sprach mit sanfter Stimme:

"Ich bin Du - Du bist ich - ICH BIN ISIS. ICH STRAHLE - ICH SEHE. Auch darum liebte mich der Pharao und darum brauchte er mich. Ich SAH, dass wir Töchter und keine Söhne haben würden. Unsere Söhne starben vor ihrer Geburt. 
Unser Leben war nicht nur hoheitsvoll und schön, sondern auch voll der Trauer. Menschliches Leid war uns vertraut. Wir verkündeten die Herrrschaft des EINEN und bereiteten sie vor. Wir WUSSTEN, dass wir selbst vergessen würden und erst in ferner Zukunft von dieser MISSION künden würden. Über viele Zeitalter deckte uns der Staub. Wir legten Samen für Lebendiges Korn, das ein Anderer ernten konnte. Der Pharao ist, wie ich, ein HEILIGES WESEN VOM STERNENHIMMEL. Dem GÖTTLICHEN EINEN, dem wir DIENEN, gefiel es, seine DIENENDEN wieder zusammen zu führen für gemeinsame AUFGABEN. 
Und doch hat der Pharao mich später verstoßen für eine Andere, die ihm Söhne gebären sollte. Ich war alt und des Lebens unendlich müde, die Augen vom Weinen trüb, als man mich verscharrte... Es wurde gesagt, dass ich zurückging zum Himmel, woher ich kam, aber es glaubte niemand. Die Menschen haben mich sehr geliebt, und doch war ich ihnen unendlich fern. Unsere zärtliche Verbindung zueinander war ihnen Trost und Beispiel gewesen.
Das Glück hatte sich danach vom Pharao abgewandt und bereitete seiner Herrschaft und der seiner Nachfolger ein Ende. Doch unser WIRKEN war nur ein ANFANG, und alles sollte so sein. EWIGE LIEBE verbindet uns ja alle, die wir einst in diese Rollen schlüpften und die menschlichen HERZEN wieder ins KLINGEN versetzten..."

Ich spürte nach diesen Worten, dass sich in mir ur-uralte Energien lösten, die mit dieser Inkarnation zusammenhingen, Energien wie zähflüssiger Stein, steingewordene Säure, Angst und Hass, und sie erregten in mir Grauen und eine Ahnung der Schrecken dieses Lebens - und ich WUSSTE, Nofretete hatte Angst und Schrecken unerwähnt gelassen, sie waren für die AUFGABE nicht wichtig, das Wichtige war die VERKÜNDIGUNG DES EINEN...

Und ich musste daran denken, dass eine kleine Statuette der Nofretete, die das Ägyptische Museum aufbewahrt, eine ältere Frau zeigt, immer noch sehr schön, aber mit tiefen Furchen auf Stirn und Wangen...

Ich empfing während dessen Ahnungen, z.B. dass, als Echnaton die Nebenfrau Kija nahm, für sie eine Welt, ihr Leben zu Ende ging, was sie nie mehr verwinden konnte. Kija gebar wohl dem Pharao mehrere Kinder - nach der Geburt des zweiten Sohnes starb sie jedoch im Kindbett; Echnaton hatte dann wohl auch eigene Töchter geheiratet... 

Überlebte Nofretete ihren geliebten Mann? Hasste sie ihn später? Starb sie vor oder nach ihm? Ich habe darauf keine wirklich klaren Antworten erhalten, eher Widersprüchliches, und so habe ich es gelassen, mich weiter damit zu beschäftigen, und meine, dass es also auch nicht so wichtig sein wird, alles im Detail zu wissen... Es ist immer nur menschliche Neugier, menschlicher Verstand, die alle Details wissen möchten...

Es fand dann wohl in einer Zeit innerer Schwäche eine (innere) Revolte statt, angestiftet durch die alten AMUN-Priester (Bestechung der Truppen, Versprechen von Macht und Geld), in deren Verlauf viele getötet, der Pharao Tut-anch-Aton und seine Frau, eine der Töchter von Nofretete und Echnaton, aber vorerst verschont wurden.

 Die Königin - wann auch immer sie selbst starb - hatte kein offizielles Begräbnis, d.h. es fand keine offizielle Trauerfeier statt - sie wurde ja auch nach ihrer Meinung 'verscharrt'. 

Der junge Tut-Anch-Aton übernahm schließlich den alten Götterglauben, gewiss wurde er dazu gezwungen, denn er konnte ihn Zeit seines Lebens nicht gelebt haben, dazu war er zu jung. Sein Name lautete nun Tut-anch-Amun. Vermutlich sollte er in seiner Person die Kontinuität und damit die Legitimität der Pharaonen-Nachfolge symbolisieren, damit die heilige Stellung des Pharaos unangetastet blieb. Aber auch er starb bald, bekam allerdings ein offizielles Begräbnis.

Nach einer kurzen Übergangszeit wurden schließlich alle Erinnerungen an die Amarna-Zeit und ihre Herrscher ausgelöscht; selbst die offiziellen Chroniken über alle Pharaonen Ägyptens enthielten keinen Hinweis mehr auf sie. Damit wurde auch die offizielle Erinnerung an den EINEN GOTT ATON getilgt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb alles Wissen um Leben und REVOLUTION  des Echnaton und der Nofretete ausgelöscht, so als hätte es sie nie gegeben...

SONNENGESANG
des Echnaton/der Nofretete /
2.Version

(1.Version,
siehe hier)


(Die Stropheneinteilung und die Absätze
wurden jetzt spontan von mir selbst eingefügt:)

Du erscheinst so schön im Lichtorte des Himmels, 
du lebendige Sonne, die zuerst zu leben anfing!
Du bist aufgeleuchtet im östlichen Lichtorte
und hast alle Lande mit deiner Schönheit erfüllt.

Du bist schön und groß,
glänzend und hoch über allen Landen.
Deine Strahlen umfassen die Länder,
bis zum Ende all dessen,
was du geschaffen hast;
du bist die Sonne und dringst eben deshalb
bis an ihr äußerstes Ende
.
Du bändigst sie deinem geliebten Sohne.
Du bist fern, und doch sind deine Strahlen auf der Erde;
du bist im Angesicht der Menschen,
und doch kennt man deinen Weg nicht.

Gehst du zur Rüste im westlichen Lichtorte
so ist die Welt in Finsternis, wie im Tode.
Die Schläfer sind in der Kammer, die Häupter verhüllt,
nicht kann ein Auge das andere sehen.

Gestohlen werden all ihre Sachen,
während sie unter ihren Häuptern liegen;
sie merken es nicht.
Jedwedes Raubzeug kommt hervor aus seiner Höhle,
alles Gewürm beißt.
Die Finsternis ist für sie verlockend,
wie für andere Wesen eine Feuerstatt.

Die Welt liegt in Stille, denn der sie schuf,
ist zur Rüste gegangen in seinem Lichtorte.
Im Morgengrauen leuchtest du wieder auf
und glänzest aufs Neue als Sonne am Tage.

Du vertreibst die Finsternis,
sobald du deine Strahlen spendest.
Die beiden Länder sind in Festesstimmung.

Die Menschen erwachen und stellen sich auf die Füße;
du hast sie sich erheben lassen.
Gewaschen wird ihr Leib,
sie nehmen die Kleidung,
ihre Arme erheben sich in Anbetung,
weil du erschienen bist.

Die ganze Welt tut ihre Arbeit;
alles Vieh befriedigt sich an seinem Kraute;
Bäume und Kräuter grünen.

Die Vögel fliegen auf aus ihrem Neste,
ihre Flügel erheben sich in Anbetung zu dir;
alles Wild hüpft auf den Füßen;
alles, was da fleucht und kreucht,
sie leben, nachdem du ihnen wieder aufgeleuchtet bist.

Die Schiffe fahren stromab und stromauf;
jeder Weg ist wieder geöffnet,
weil du erschienen bist.

Die Fische im Strome springen vor Deinem Angesichte,
deine Strahlen dringen bis ins Innerste des Meeres.

Der du den Samen sich entwickeln lässt in den Weibern,
der du Wasser zu Menschen machst,
der du den Sohn am Leben erhältst im Leibe seiner Mutter,
der du ihn beruhigst, sodass seine Tränen aufhören,
Amme des Kindes im Mutterleibe!
Der da Luft spendet, um am Leben zu erhalten jedes seiner Geschöpfe.

Steigt es aus dem Leibe seiner Mutter herab,
um zu atmen, am Tag seiner Geburt,
so öffnest Du alsbald seinen Mund vollkommen
und sorgst für seine Bedürfnisse.

Das Vöglein im Ei spricht ja schon im Stein;
du gibst ihm Lust in seinem Innern, um es am Leben zu erhalten.
Du hast ihm im Ei seine Frist gesetzt, es zu zerbrechen.
Es kommt hervor aus dem Ei, um zu sprechen, zu seiner Frist.
Es geht auf seinen Füßen, sobald es aus ihm hervorkommt.

Wie zahlreich sind doch deine Werke;
sie sind veborgen dem Gesichte der Menschen,
du einziger Gott, außer dem es keinen anderen gibt!

Du hast die Erde geschaffen nach deinem Herzen, du einzig und allein.
Mit Menschen, Rinderherden und allem Getier.
Alles, was da ist auf der Erde, gehend auf Füßen, fliegend mit ihren Flügeln,
die Gebirgsländer Syien und Nubien, und das Flachland Ägypten.

Du setzest jeden Mann an seine Stelle,
du sorgst für ihre Bedürfnisse,
ein jeder hat sein Essen,
berechnet ist seine Lebenszeit.

Die Zungen der Menschen sind geschieden im Sprechen,
ihre Art desgleichen;
ihre Haut ist unterschieden.

Unterschieden hast du auch sonst die Völker:
Du schaffst den Nil in der Unterwelt,
du hilfst ihn herbei nach deinem Belieben,
um das Volk der Ägypter am Leben zu erhalten,
wie du sie dir geschaffen hast,
du, ihrer aller Herr, der sich abmühte an ihnen.

Du Herr aller Lande, der ihnen wieder aufleuchtet am Morgen.
Du Sonne des Tages, groß an Ansehen.

Alle Gebirgsländer in der Ferne - du sorgst für ihren Lebensunterhalt:
Du gabst einen Nil an den Himmel,
er steigt zu ihnen herab und schafft Wasserfluten auf den Bergen,
um ihre Felder zu netzen mit dem Gebührenden.

Wie wohltätig sind doch deine Pläne, du Herr der Ewigkeit!
Der Nil am Himmel, er ist deine (Gabe)
für die fremden Völker und alles Wild im Gebirge, so da auf Füßen geht;
der wahre Nil aber, er kommt aus der Unterwelt für Ägypten.

Deine Strahlen ernähren nach Ammen Weise alle Pflanzungen.
Wenn Du aufleuchtest, so leben uind wachsen sie für dich.
Du machst die Jahreszeiten,
um sich entwickeln zu lassen alle deine Geschöpfe,
den Winter, um sie zu kühlen,
die Glut des Sommers, damit sie dich kosten.

Du hast den Himmel gemacht fern von der Erde,
um an ihm aufzuleuchten.
um alles, was du, einzig und allein du, geschaffen hast, zu sehen,
wenn du aufgeleuchtet bist in deiner Gestalt als lebendige Sonne,
erschienen und glänzend, fern und doch nah.

Du machst Millionen von Gestalten aus dir, dem Einen,
Städte, Dörfer, Äcker, Weg und Strom.
Alle Augen erblicken dich sich gegenüber,
indem du die Sonne des Tages bist über der Erde.

Wenn du davon gegangen bist,
und wenn alle Augen, deren Gesicht du geschaffen hast,
damit du nicht nur allein (dich) selbst sähest, (schlummern),
(und nicht) Einer mehr (sieht), was du geschaffen hast,
so bist du doch noch in meinem Herzen.

Es gibt keinen anderen, der dich wirklich kennte,
außer deinem Sohne König Nefercheprurê-Wanrê,
du lässt ihn kundig sein deiner Pläne und deiner Macht.

die Welt befindet sich auf deiner Hand,
wie du sie geschaffen hast.
Wenn du aufgeleuchtet bist, leben sie;
wenn du zur Rüste gehst, sterben sie.

Du bist die Lebenszeit selbst, man lebt in dir.

Die Augen schauen Schönheit, bis du zur Rüste gehst.
Niedergelegt werden alle Arbeiten, sobald du zur Rüste gehst zur Rechten.
Wenn du wieder aufleuchtest, so lässt (du jeden Arm) sich rühren für den König,
und (Eile) ist in jedem Beine, 
seit du die Welt gegründet hast.

Du erhebst sie wieder für deinen Sohn,
der aus deinem Leibe hervorgekommen ist, König Echnatôn
und die Königin Nefernefruatôn-Nofretête.

Zu meinen tiefsten ERSTAUNEN hat auch Franz von Assisi ca. 2500 Jahre später ein Gebet 'Sonnengesang' geschrieben,
und das führte dann zu meinem spontanen WISSEN, dass Nofretete die eigentliche Verfasserin des "Sonnengesangs" war,
bzw. dass sie und Echnaton gemeinsam daran gerarbeitet haben...

Zum Vergleich folgt hier der  berühmte "Sonnengesang" des Franz von Assisi
der übrigens von Echnaton nichts gewusst haben kann, denn erst
zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde durch die Ausgrabungen
von Amarna das Wissen um diese Zeit und ihr Herrscherpaar
der Menschheit zurückgegeben... 

(nach "http://www.garten-literatur.de/Leselaube/franz.htm" mit Dank):

SONNENGESANG

Du höchster, mächtigster, guter Herr,
Dir sind die Lieder des Lobes,
Ruhm und Ehre und jeglicher Dank geweiht;
Dir nur gebühren sie, Höchster,
und keiner der Menschen ist würdig,
Dich nur zu nennen.

Gelobt seist Du, Herr,
mit allen Wesen, die Du geschaffen,
der edlen Herrin vor allem, Schwester Sonne,
die uns den Tag herauf führt
und Licht mit ihren Strahlen, die Schöne, spendet;
gar prächtig in mächtigem Glanze:
Dein Gleichnis ist sie, Erhabener.

Gelobt seist Du, Herr,
durch Bruder Mond und die Sterne.
Durch Dich funkeln sie am Himmelsbogen
und leuchten köstlich und schön.

Gelobt seist Du, Herr, 
durch Bruder Wind und Luft
und Wolke und Wetter,
die sanft oder streng, nach Deinem Willen,
die Wesen leiten, die durch Dich sind.

Gelobt seist Du, Herr, 
durch Schwester Quelle:
Wie ist sie nütze in ihrer Demut,
wie köstlich und keusch!

Gelobt seist Du, Herr, 
durch Bruder Feuer,
durch den Du zur Nacht uns leuchtest.
schön und freundlich ist er am wohligen Herde, 
mächtig als lodernder Brand.

Gelobt seist Du, Herr,
durch unsere Schwester, die Mutter Erde,
die gütig und stark uns trägt
und mancherlei Frucht uns bietet,
mit farbigen Blumen und Flur.

Gelobt seist Du, Herr,
durch die, die vergeben um Deiner LIEBE willen
und Pein und Trübsal geduldig tragen.
Selig, die's überwinden im Frieden:
Du, Höchster, wirst sie belohnen.

Gelobt seist Du, Herr, 
durch unseren Bruder, den leiblichen Tod;
ihm kann kein lebender Mensch entrinnen.
Wehe denen, die sterben in schweren Sünden!

Selig, die er in Deinem heiligsten Willen findet!
Denn sie versehrt nicht der zweite Tod.
Lobet und preiset den Herrn!
Danket und dient Ihm in großer Demut!

Über Franz von Assisi sagte bezeichnenderweise der Übersetzer und Verfasser des "Friedensevangelium der Essener", Dr. Edmond Bordeau Székely:

"Er war nicht nur ein wiedergeborener Essener - er war die Erfüllung des Friedensevangeliums der Essener".
..und der Verfasser fährt fort, 

"Der Lobgesang an die Sonne und das Evangelium der Essener sind in ihrem Wesen identisch; die Ehrfurcht vor dem Leben, die dem Geist der Essener eignet, überlieferte sich unbeschadet durch die Jahrhunderte.
Er besaß keine Gelehrsamkeit, kein Bücherwissen und Ansehen. Aber er zog aus dem ewigen Meer der Weisheit und der Liebe ein Übermaß an spiritueller Kraft, die es ihm erlaubte, die erlahmte Kirche zu erneuern. Er hatte den Schlüssel, die Ewigkeit zu öffnen. 
Und geöffnet hat er sie mit seinen Armen, die sich allen Wesen Gottes, all seinen Brüdern und Schwestern entgegenstreckten. Für ihn war die ganze Natur ein Spiegel Gottes, und der Mensch der gesegnetste von allen, mit der Kraft der Erde in seinen Gliedern und dem Licht des Himmelsvaters auf seiner Stirn. Mit unbedingtem Glauben und freudigem Mut schuf der heilige Franziskus eine Oase des Lichts in dem trüben, toten Meer des Mittelalters..."

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