Die Essener - |
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ÜBER DAS IHR AUF ZEIT VERBUNDEN SEID! WENN ES DIE ZEIT IST, ES ZU AKTIVIEREN, WIRD ES ZU WISSEN UND ERKENNTNIS! SO WISSEN DIE, DIE SEIT ZEIT AN IN DIESEM BUND SIND, DEN WEG GEMEINSAM ZU VOLLENDEN!" (DURCHGABE VOM 22. 6. 2007, 14.00 UHR) Ute Reuss |
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LIEBE BRÜDER UND SCHWESTERN,
ich WEISS, DASS
WIR HEUTE ALLE WIEDER DA SIND, die wir in früheren Zeiten, und also auch zur
Zeit des Jesus auf Erden, hier LERNTEN und LEHRTEN. Auch die von uns, die
einst ESSENER waren, sind alle wieder da. Ich spüre im HERZEN, dass es in der Menschheitsgeschichte immer wieder bestimmte "Knotenpunkte" gab und gibt und geben wird, an denen bestimmte Seelen inkarnieren, um sich zu treffen - sich wiederzutreffen - vielleicht sind es bestimmte "Schaltpunkte", zu denen GOTT uns ruft... für die wir uns einst verabredet hatten... WIR ALLE - SIE ALLE - WAREN JA IMMER AUCH IRRENDE, SUCHENDE, WISSENDE, HELFENDE... ALLE SIND JETZT WIEDER DA... Ja, waren denn ALLE überhaupt einmal weg? Und - wer sind überhaupt "ALLE"? Im Laufe der Jahre, wie ich mich immer mehr WEITETE, immer mehr LERNTE und immer mehr ERFAHRUNGEN machte, immer mehr Menschen kennen lernte, mit immer OFFNEREN AUGEN UND OHREN durch das LEBEN ging, LERNTE ich immer mehr, das Denken im "absoluten Sinne" ("so muss es sein!", "Es geht nur so!" "So darf es nicht sein!"...) vor allem über Andere zu relativieren und ALLES, auch Verirrungen, zuzulassen - weil allein GOTT ABSOLUT, nämlich die ABSOLUTE VIELFALT = ALLES, IST. GOTT ABER LÄSST ALLES ZU. GOTT hat uns Menschen ja auch den FREIEN WILLEN gegeben, damit wir alles ausprobieren dürfen, also auch alle Irrtümer! Könnte ich Menschen davon abhalten? NEIN, DENN NUR SIE ALLEIN KÖNNEN SICH ZUR VERÄNDERUNG ENTSCHLIESSEN - FREI-WILLIG, sonst wäre ja das Resultat ihres Entschlusses nicht das Ergebnis eines vorausgegangenen Entscheidungsprozesses! Ich LERNTE auch, dem WISSEN und der WEISHEIT anderer Menschen zu TRAUEN und ALLE Meinungen bestehen zu lassen, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass ich diese Meinungen als die meinen annehmen muss! Ich ERKANNTE, dass jeder noch so furchtbare Irrweg immer auch gleichzeitig ein LERNWEG ist, für den Betreffenden selbst und für alle von seinem Handeln Betroffenen. Ich ERKANNTE auch, dass viel mehr Leid und Entsetzen, als ich als Mensch anschauen und FASSEN könnte, von meinem IN LIEBE GLÜHENDEN HERZEN (und zwar nur von diesem!) angeschaut und als LERNWEG ERKANNT werden kann. Vom Lesen von Büchern, von emails, von Unterhaltungen, von Anrufen und Gesprächen weiß ich, dass sehr viele Menschen sich selbst SEHEN, sich selbst EMPFINDEN oder auch aus eigenen Visionen wissen oder ahnen, dass sie zur Zeit des Jesus in dessen Umfeld wirkten; dass viele sich selbst als Maria Magdalena sehen, als Maria, als Jesus, als Johannes den Täufer, als die Apostel; dass also auch Viele sagen, sie waren einst Essener. Es scheint mir, als seien die historischen Menschen um Jesus, insbesondere Jesus selbst und sein engster Kreis, in nahezu jeder spirituellen Gruppe und vielleicht sogar in jedem Menschen vertreten, vielleicht überall auf der Welt... und warum soll nicht auch DAS möglich sein? |
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WER BIN ICH
ZU SAGEN, DAS KÖNNE NICHT SEIN? "ALLES
IST MÖGLICH?" |
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Inzwischen LERNTE ich, dass der
Regelfall zwar die Einzelinkarnation der völlig integren und einzigartigen
Seele ist, deren jede ein Haus = ihren Körper von Mutter ERDE bezieht, das die
körperliche Mutter 9 Monate lang in sich wachsen lässt (also 1 Haus = 1
Körper für jede einzelne Seele). Ich bin aber auf viele Gründe gestoßen, warum sich viele Menschen als Jesus oder Maria empfinden mögen: Ich habe GELERNT, dass jedes dieser Häuser in der Regel viele "Mitbewohner", "Untermieter" bzw. "Hausbesetzer" hat, von denen der Hausbesitzer meist nichts weiß; diese Seelen haben sich im Laufe der Inkarnationen des Hausbesitzers in seinen jeweils verschiedenen Häusern eingefunden, weil dieser sie mit seinen ähnlichen Gedanken-und Gefühls-Energien einst angezogen hatte (gemäß dem KOSMISCHEN GESETZ der RESONANZ: "Gleiches zieht Gleiches an"), und ziehen mit ihm dann auch immer wieder um; wobei es natürlich immer einige Seelen gibt, die sich selbst irgendwann wieder ein eigenes Haus suchen, weil sie doch lieber unabhängig sein wollen, oder die sich wieder ein eigenes Haus suchen müssen, weil der Hausbesitzer sie vor die Tür gesetzt hatte... Und mir kam einmal der Gedanke, dass Wesen mit besonderen AUFGABEN und besonderer KRAFT auch besonders viele solcher Mitbewohner haben, denn andere Seelen spüren deren KRAFT und suchen bei ihnen HILFE, SCHUTZ und LIEBE. Ich selbst hatte allein in dieser Inkarnation Tausende solcher "Mitbewohner" und "Hausbesetzer", darunter unzählig viele, die in den Kriegen der Vergangenheit all ihr 'Hab und Gut' (darunter ihren Körper) verloren hatten und in ihrer Angst, ihrem Schmerz und ihrem Schrecken bei mir Schutz gesucht hatten. Von den ganz dunklen Besetzern einmal abgesehen, denken diese Seelen, die ich in den letzten Jahren dann alle nach und nach ins LICHT geführt habe, vielleicht später, wenn sie selbst wieder ein eigenes "Haus" besitzen, dass sie einst ich, also meine Persönlichkeit waren - denn sie kannten mich ja bis ins Innerste und LEBTEN mit mir, ja, einige LEBTEN mich und benutzten dabei, mitunter ganz bewusst und gezielt, auch meinen Körper (zum Essen, Trinken, Genießen, Sex-Erleben, Tun und Wirken)! Auch ich selbst hätte im Nachhinein nicht immer sagen können, wer ich eigentlich selbst war und wer nicht; welche Gedanken, Ideen und Entscheidungen wirklich meine eigenen waren und welche nicht... Ich weiß mittlerweile auch, dass es Parallel-Inkarnationen derselben Einzel-Seele gibt, weil es nicht möglich ist, innerhalb des linearen Zeitablaufs alle menschlichen Erfahrungen zu machen - und gerade das hatte ich selbst mir ja einmal vorgenommen, und mit mir viele Andere ebenfalls... und auch diese "SEELENFUNKEN" desselben HÖHEREN BEWUSSTSEINS empfinden sich - hier zu RECHT! - als dieselbe Persönlichkeit, die jeder dieser FUNKEN ja einst war und ist... allerdings wird jede Seele schließlich am Ende ihrer gesamten Inkarnationen, wenn sie GANZ, wenn sie HEIL wird, diese "Seelenfunken" ihres eigenen HÖHEREN SELBST in sich integrieren müssen, um alle Erfahrungen ihres Erdendaseins in sich aufzunehmen... Es gibt auch Gruppen-Inkarnationen von Wesenheiten, die immer wieder gemeinsam zurück zur Erde kommen und immer wieder zusammentreffen, um gemeinsam bestimmte AUFGABEN zu TUN... Auch sie fühlen sich untereinander sehr verbunden - und denken möglicherweise, dass sie der- oder diejenige aus dieser Gruppe waren, deren Name vielleicht als einziger bis heute überliefert ist, denn um diesen Namen mag das Interesse auch damals schon gekreist haben... Was mag es noch geben, das ich nicht weiß und noch nicht zu FASSEN vermag? Was vermag ein an 3-dimensionales Denken gewöhntes menschliches Hirn von viel-dimensionalen Welten FASSEN? VERSTEHT eine Fliege die Elektronik eines Laptops, auf dem sie herumkrabbelt? Sie weiss nur, dass sie selbst IST, bewusst oder unbewusst... ICH WEISS, ICH BIN - UND ES SIND VIELE ANDERE WUNDERBARE MENSCHEN - UND ICH WEISS, ALLES IST MÖGLICH. UND IN TIEFSTER DEMUT VOR DER UNENDLICHEN, ALLES UMFASSENDEN WUNDERBAREN MANNIGFALTIGKEIT DER GÖTTLICHEN SCHÖPFUNG, IN DER GANZEN UNENDLICHKEIT DES SEINS, kann ich als menschliches Wesen nur sagen, dass das Irdische SEIN "LERNEN und LEHREN" ist, ob man nun - so wie Jesus einst - herumwandert und zu den Menschen spricht, ob man nun ein Buch schreibt, ob man die Menschen im Internet anspricht oder ob man im Familien- und Freundeskreis, auf der Arbeitsstelle, in der Schule, in der Uni, im Pflegeheim, in der Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung, Sport, Kunst, "Kultur" oder sonstwo/ sonstwie wirkt! |
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Die individuelle Selbsterforschung der Essener einst und heute |
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UND SIE ALLE LERNEN UND LEHREN... |
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UND WAS HABEN
WIR ZU LERNEN? |
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Die folgenden Texte, LIEBE BRÜDER und SCHWESTERN, |
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Nach den Worten des Autors ist das
authentische Wiederentdecken des Jesus anhand der in der Akasha-Chronik GEISTIG gespeicherten Erfahrungen der Versuch, diesen FREUND eines jeden Menschen, diese WÄRME DES HERZENS, aus
nächster Nähe erleben zu dürfen, und zwar ohne jegliche Nostalgie. Wir können dadurch
wieder zu unseren Wurzeln zurückfinden - und diese Wurzeln sieht der Autor als
eine Art Verankerung, als Erdung, als einen "Bezugspunkt in der Zeit".
Diese Rückbesinnung soll uns also erinnern und wachrütteln, denn - wie er schreibt: Es gibt nur eine einzige Katastrophe, nämlich das Vergessen... Und "Alles deutet darauf hin, dass die Zeit gekommen ist, in der das Leben uns auf hundertfache Art und Weise die Kraft gibt, dieses Vergessen aus unseren Herzen zu verbannen. Ein Vergessen nicht nur in Bezug auf das Vergangene, sondern auch in Bezug auf das, was ist, also folglich auch in Bezug auf uns selbst..." Und er fährt fort, "Einige Monate ständigen Erkundens in der Akasha Chronik haben mir gezeigt, wie gross die Ähnlichkeit zwischen den christlichen und Essenischen Zeiten und dem Heute ist. Immer wieder gibt es die gleiche Fragestellung, die gleichen Hoffnungen und übersteigerten Leidenschaften. Palästina und die römische Welt haben sich lediglich mit ihren Verhaltensmustern auf den gesamten Planeten Erde ausgeweitet; die Temperamente und Prinzipien bleiben stets die gleichen. Das Leben lässt sie nur eine andere Bedeutung haben, damit wir uns am Fuße einer Mauer befinden... denn nur in einer solchen Situation vor einer Mauer sind wir in der Lage, uns zu einem Umdenken zu entschließen...Die folgenden Zeugnisse belegen in der Tat nichts anderes als die Notwendigkeit eines radikalen Umschwunges. Sie unterstreichen den revolutionären Charakter eines Christus, den unsere heutige Welt sicherlich braucht, um aus den festgefahrenen Spuren herauszukommen..." (Die Offenbarungen stammen vermutlich aus den Jahren 1995/96, was ich daraus schloss, dass die französische Erstausgabe 1996 erschien. Ich zitiere sie im Wesentlichen, weil ich meine, dass die Authentizität, die ich in ihnen spüre, so am direktesten und unmittelbarsten in Euch wirken kann. M.) |
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(Es handelt sich bei dem folgenden
Text ausschließlich um Zitate aus dem ersten Kapitel "Zweimal Tausend
Jahre..."; in seltenen Fällen habe ich den Text gekürzt; meine Auslassungen
habe ich durch Punkte... markiert, aber nicht alle Punkte sind Auslassungen; so
habe ich die Reden des Jesus nicht gekürzt, und die vielfachen Punkte stehen
auch im Originaltext; ebenso habe ich die Schreibweise des Originals so belassen, also ohne die Groß- und Kleinschreibung, die ich sonst in meinen Seiten benutze, um das Polare und NICHT-POLARE, um Altes und NEUES zu unterscheiden.) "Wir standen an diesem Tag auf den Höhen über dem See Genezareth (...) Wir waren etwas mehr als hundert Leute (...) Mitten unter uns saß der Meister und sagte kein Wort, wie immer am Anfang, wenn er uns um sich versammelte. Wir wussten, dass er bald reden würde, aber Zeit spielte hier keine Rolle. Bald waren es schon zwei Jahre, dass wir an seiner Seite über die steinigen Wege durch Galiläa, durch Samarien und durch Judäa wanderten, und die meisten von uns hatten bereits so viele Dinge erlebt, daß die Zeit in der Tat nichts mehr bedeutete... oder nur sehr wenig. Wenn wir versammelt waren, hatte unsere Form von Meditation nichts von dem an sich, was man sich normalerweise darunter vorstellt. Meditieren war für uns wie das Öffnen unserer Pforten gegenüber allem, was uns umgab. Es war eine einfache, natürliche und naive Gabe an das Stückchen Natur, das uns hier empfing. Wir wussten, dass der Meister nicht mehr verlangte und dass so unsere Herzen rein waren, wenn er zu sprechen begann. Jedesmal, wenn er uns an einen Ort außerhalb der Stadt bestellte, sagte er uns Dinge, die nur wenige hören konnten. Aber niemand unter uns schien deswegen wirklich stolz zu sein. Wir verstanden nur allzu gut, was dies an Verantwortung bedeutete, und wir fingen an, die Rolle des Netzwerkes zu ahnen, das sich zu spinnen begann (...) Endlich war der Augenblick gekommen, in dem die große helle Gestalt des Meisters sich erhob (...) Sein Gesichtsausdruck war so streng, als wolle er uns eine Last aufbürden, die wir keineswegs erwarteten. Und doch lächelte er dabei und schaute jeden von uns mit einem Blick voll schönen und ewigen Einverständnisses an. "Freunde," begann er mit fester Stimme, während wir uns lautlos in seine Nähe drängten, "Freunde, für wen, glaubt Ihr, spreche ich?" Umgehend erklang eine etwas erregte Stimme aus unserer Mitte, "Aber... für uns alle, Rabbi... wir sind deine ersten Jünger... wir haben Vertrauen zu dir." "Und du, Elias, glaubst du an dich?" Der kleine Mann mit den spärlichen Haaren, der so lebhaft reagiert hatte, war ganz verdutzt über diese Frage, während amüsierte Blicke ihn musterten. "Ich frage dich nochmals, Elias, vertraust du dir?" "Ich habe Vertrauen zu dir, Meister, und dies scheint mir ausreichend. Ich bin hier, um dich zu erkennen, um deine Worte aufzunehmen, und ich tue dies, so gut ich kann." "Aber vielleicht ist es garnicht das, worum ich dich bitte, vielleicht ist es überhaupt nicht das, was ich in erster Linie von euch erwarte!" Die spöttischen Blicke und das Gemurmel verstummten augenblicklich. "Bitte versteht mich nicht falsch... Ich erwarte, dass ihr zuerst Vertrauen in euch selbst habt. Nicht in euch, wie ihr euch hier seht, mit euren angespannten Gesichtern und euren Kleidern aus groben Leinen oder feinen Stoffen... nein, in euch außerhalb jeglichen Alters, in euch... in das, was an 'euch' wahr und ewig ist. Ich wende mich nicht an diejenigen, die heute vor mir stehen." Eine andere Stimme, wesentlich ruhiger als die erste, erhob sich nun. "Ich verstehe dich, Rabbi... Du willst zu unserer Seele sprechen; aber brauchst du nicht auch Männer und Frauen, die dich von heute an mit ihren Händen bei deiner Arbeit unterstützen?" "Weisst Du überhaupt, Simon, was 'heute' ist? Das Heute verschmilzt mit der Ewigkeit und, in Wahrheit, spreche ich weniger zu den Menschen von heute, als zu denen von immer. Ich säe in euch ein Samenkorn, ich belebe eine Sonne und lasse ein Wasser fließen, obwohl ich genau weiß, dass diese Hände, die du siehst, nichts ernten werden." Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, brach eine Welle von Traurigkeit, vielleicht sogar von Verbitterung über uns herein, so sehr schienen uns plötzlich all unsere insgeheim gehegten Hoffnungen von Grund auf erschüttert. "Ja, meine Freunde, ihr müsst akzeptieren, dass die Früchte meiner Worte erst für morgen sind..." "Ich verstehe nun nichts mehr, Meister!" protestierte Simon sofort und stand mit Nachdruck auf, "Du sprichst vom Hier und Jetzt und von der Kraft der Ewigkeit, die darin existiert, und dann brichst du unsere Hoffnungen, indem du plötzlich eine weit entfernte Zukunft ausmalst. Der Messias bist du selbst im Hier und Jetzt; neulich in der kleinen Gasse beim Tempel hast du dies auch nicht geleugnet!" Die große helle Gestalt desjenigen, der all unsere Hoffnungen darstellte, begann nun, sich zwischen uns hin und her zu bewegen und mal hier mal da ihre Hand auf einen Scheitel zu legen. Nach einem langen Schweigen sahen wir dann, wie sie Simon gegenüber Platz nahm. "Die Welt derjenigen, die am Erwachen sind, erscheint stets voller Gegensätze. Man möchte immer ganz schnell, mit einem einzigen Blick, alles erfassen... Höre, mein Freund... wenn man den Sinn des Begriffes Ewigkeit versteht, das heißt, wenn er etwas anderes bedeutet als nur eine Idee, dann beginnt man, im Hier und Jetzt zu sein, und man begnügt sich nicht damit, es einfach zu beobachten, sondern man beginnt, es zu trinken. Und in der Frische eines jeden Schluckes, den man zu sich nimmt, ist man bereits voll und ganz in dem, was die Menschen 'das Morgen' nennen. Dann spürt man und weiß in sich das 'Morgen', und dieser Saft nährt unser Aufblühen im Hier und Jetzt. Wesenheiten werden zu Brücken... Ich bin eine Brücke, Simon, du bist auch eine, und ihr alle seid eine, ohne es allerdings zu wissen!" "Aber welches Ufer sollen wir erreichen, Rabbi?" "Es gilt, ständig ein anderes Ufer zu erreichen. Zunächst sind da deine eigenen Ufer, dann die der Welten, schließlich die der Zeit. Alles hängt nur von der Dimension ab, die du deinem Herzen gibst. Je mehr du spürst, wie du zur Brücke wirst, und je mehr du dies akzeptierst, desto weniger machst du dir um deine eigenen Ufer Sorgen... Ich verrate dir ein Geheimnis, Simon... ich habe Vertrauen zu euch!" "Du hast Vertrauen zu uns?" "Wenn dies nicht so wäre, glaubst du, mein Vater hätte mir diesen Körper und diese Füsse gegeben, um mich auf euren Wegen zu bewegen? Ja, ich habe Vertrauen zu euch, und deshalb möchte ich auch die Brücke in euch aufzeigen, damit unsere Seelen auf diesem Weg die Sonne von einer Zeit in eine andere, von einer Welt in eine andere, von einem Herzen in ein anderes tragen können. Und jetzt verrate ich euch noch ein anderes Geheimnis..." Während er noch so sprach, stand der Meister wieder auf und seine Stimme wurde so ernst wie zuvor. Sein Blick schien sich im morgendlichen Dunst der Berge auf der anderen Seite des Sees zu verlieren... "In zweimal tausend Jahren werden eine Zeit, eine Welt und ein Ufer auftauchen; dann werden meine Worte mehr Widerhall in euren Herzen finden als heute..." "Zweimal tausend Jahre...?" Jeder von uns blickte seinen Nachbarn an und wiederholte tonlos die Worte des Meisters. Für uns einfache Leute ging ein Begriff wie "zweimal tausend Jahre" über unser Vorstellungsvermögen hinaus. Die Tatsache, dass man von uns verlangte, eine Form von Unendlichkeit mit den Spitzen des Bewusstseins zu berühren, verwirrte uns aufs äußerste. Eine etwas ältere Frau in reicher, nachtfarbener Kleidung versuchte, sich durch unsere Reihen zu schlängeln und sich dem Meister zu nähern. "Was du uns sagst, Rabbi, tut uns weh. Du nimmst uns jede Hoffnung, die Welt zu verändern." "Aber denkst du etwa, ich will vor allem diese Welt verändern? Dich möchte ich verändern, dich und euch alle. Mich interessiert nur das, was in euch ist... Und meine Aufgabe ist es, jede Hoffnung zu zerstören, die außerhalb dieses 'Was-in-euch-ist' entstehen kann. Ich werde immer versuchen, die Bande, die euch begrenzen, zu zerschneiden... aber diese hinderlichen Bande sind euch sehr oft wesentlich angenehmer als alle anderen. Zu sehr seid ihr darauf aus, gleichzeitig zu pflanzen und zu säen, und zwar nicht so sehr des Ernten wegens, sondern vor allem, um laut verkünden zu können, dass ihr zu denen zählt, die gepflanzt haben... Ich habe dich, Esther, und einige andere angeschaut, während die Sonne den See noch kaum in Farbe getaucht hatte. Und in eurem Blick und in eurer Kopfhaltung las ich so etwas wie einen Bruch..." "Einen Bruch?" "Ja, einen Bruch mit denen dort unten... mit denen aus Tiberias, aus Kapernaum und von überall. Ihr gehört zu denen da unten. Alle die, die ich rufe und die ich rufen werde, bleiben die von dort unten. Dies ist ihre erste Würde, eine Würde, die sich mit dem Vergessen verliert. Ich lehre euch eine Bescheidenheit, die nichts mit Kleinheit zu tun hat. Wenn ihr diesen Sinn nicht versteht, werdet ihr wirklich klein werden, weil ihr euch als groß anseht, als etwas anderes als die anderen und bereits in der Lage, an meiner Seite zu ernten. Als ich euch einlud, mich heute morgen auf diesen Höhen zu treffen, wollte ich euch keineswegs das Gefühl geben, so etwas wie meine auserwählten Wegbegleiter zu sein. Die sich bereits erwählt fühlen, tragen schwer an ihrer stolzen Bürde. Ich aber bürde euch etwas ganz anderes auf: Ich lade euch die Verantwortung für eure eigene Entwicklung auf. Es handelt sich hier um eine Bürde, deren Gewicht mir wohl bekannt ist und der sich niemand entziehen kann. Heute ist eure Zeit gekommen, diese Last zu entdecken. Heute muss in jedem von euch das Wesen Form annehmen, das tief in sich und weit nach vorne blickt. Ich habe euch bereits gesagt... mein Reich ist nicht von dieser Welt... und ich füge nun hinzu, es ist auch nicht von dieser Zeit, nicht auf dieser Welt... selbst wenn immer noch zwei oder drei unter euch das Gegenteil behaupten. " Simon-Petrus und Jude, beide in einen langen Mantel aus minderwertiger brauner Wolle gewickelt, reagierten umgehend mit offensichtlicher Zustimmung. "Ja, meine Freunde, selbst ihr dachtet noch vor nicht allzu langer Zeit genauso und handelten in der einzigen Hoffnung, mich die Stufen zu irgendeinem Thron hinaufsteigen zu sehen. Aber bevor dies so sein wird, da könnt ihr sicher sein, müssen noch viele Dinge in Fäulnis übergehen und viele andere sich abnutzen." "Kannst du uns diese Dinge nennen, Rabbi?" Levi, der etwas außerhalb unserer Gruppe auf einem großen Stein saß, hatte diese Frage eingeworfen. Mit seinem weiten, ockerfarbenen Kleid mit weißem Saum hob er sich deutlich von den anderen ab. Er stellte dem Meister stets abrupte Fragen und strich sich dabei jedesmal mit der Hand durch die Haare, was bei uns stets ein amüsiertes Lächeln hervorrief. "Dies gehört zum Plan meines Vaters, Levi, aber hierfür müsst ihr mir schon ein wenig weiter in die Berge folgen. Sein Wille ist es nicht nur, dass ihr hört, sondern dass ihr auch seht und dass ihr auch berührt, damit dies alles in eurem Innersten für die kommenden Jahrhunderte eingegraben ist und damit die Tiefe dieser Spur euch die Kraft gibt, auf ewig nach seinem Willen zu leben und zu handeln." Ohne zu warten, ließ der Meister uns aufstehen. Hinter ihm nahmen wir einen schmalen Pfad, der weiter in die Berge führte. Durch Dornensträucher und Ginster hindurch schlängelte sich der Weg bis auf eine flache Anhöhe, die mit einem Teppich von gelben Blüten bedeckt war. Beim Durchschreiten dieses Teppichs wurden unsere Füße von einem so frischen Tau benetzt, dass diese Erinnerung noch bis heute in uns lebendig ist. Unsere Wanderung dauerte eine ganze Weile und ließ uns eine Reihe von kleinen Tälern mit Schafherden entdecken. Sogar ein Raubvogel begleitete uns einige Augenblicke und stieß plötzlich einen schrillen Schrei ins Blau des Himmels aus, als wolle er die Tiefe unseres Schweigens ergründen. Und dann kamen wie schließlich zu einer Stelle, die es nur im Gebirge gibt, eine Art Felsennest, das die Natur selbst in die Bergflanke gegraben hatte. Das Gras war spärlich hier und die trockenen Halme knisterten unter unseren Schritten und erfüllten die Luft mit ihrem wilden Duft. "Setzen wir uns hier nieder", meinte derjenige, dem wir gefolgt waren. Und während er dies noch zu uns sagte, schien bereits etwas in ihm nicht ganz mit uns zu sein. Sein Bewusstsein war wie an einem entfernten Horizont, aber niemand von uns wagte es, ihm diesbezüglich eine Frage zu stellen, wurde es doch für uns immer deutlicher, dass nunmehr die Höhen unserer Seele gefordert waren. Nachdem wir endlich alle Platz genommen hatten, und er sich uns gegenüber hingesetzt hatte, breitete sich ein tiefes, unendlich feierliches Schweigen aus. Sobald dieses ganz in uns eingedrungen war und auch das Felsennest voll eingenommen hatte, fühlten wir uns unwiderstehlich vom Blick des Meisters angezogen, wenn auch seine Augenlider noch geschlossen waren. Irgendetwas an ihm rief in unseren Herzen eine Art Schwebezustand hervor. Dieses "Etwas" brachte plötzlich all unsere Zweifel zum Verstummen und überzog uns gleichzeitig mit einem Frieden unbekannter Art. Sehr schnell schien das Gebirge um uns herum nicht mehr zu existieren, und auch ein jeder von uns, in seiner körperlichen Form, schien außerhalb der Realität. Ein Schleier von grauer Transparenz umgab endlich unsere Wesen und vermittelte den sonderbaren Eindruck, zu einer einzigen großen Familie zu gehören und doch gleichzeitig unendlich allein zu sein... Aus dem hellen Dasein des Meisters schnellte plötzlich, blitzartig, ein Wort: "Seht..." Der Schleier, der uns umgab, schien zu zerreißen und sich in seiner Mitte zu teilen, wie die glatte Oberflche des Wassers, aus der plötzlich ein mächtiges Bild auftaucht. In diesem Augenblick geschah das Unglaubliche. Mit einer erstaunlichen Deutlichkeit begannen sich Szenen vor unseren Augen abzuspielen. Zuerst sahen wie Armeen, lange Marschkolonnen von Männern, die entweder in schweren Metallkleidern steckten oder in Lumpen daherkamen. Einige saßen zu Pferd, andere waren zu Fuß, aber alle waren angeschlagen. Hinter oder neben ihnen sahen wir Karren, die mit großen, ausgewaschenen Planen bedeckt waren, und weibliche Gestalten, die sich mehr schlecht als recht dahinschleppten. Sehr schnell waren wir mitten im Kampfesgetümmel, umgeben vom Klirren der Schwerter, dem Schlagen der Hufe, den Schreien und dem herumspritzenden Blut. Überall gab es Kreuze, seltsame scharlachrote Kreuze. Auf den Fahnen, auf den Brustharnischen, auf dem kleinsten Lumpen... Sie waren aufgepflanzt wie ein Zeichen zum Sammeln, gegen das andere Männer mit zerfurchtem Gesicht anliefen. Wir verstanden nichts... Würde es so in zweimal tausend Jahren sein? Wir waren gleichzeitig erschrocken, hin- und hergerissen, versteinert und wunderbar offen all dem gegenüber... Nein, dies hatte nichts mit einem Traum zu tun, dies spielte sich irgendwo ab, in jener Zukunft, die in uns lebte und von der das Leben sicherlich verlangte, dass wir ihre verschlungenen Wege erforschten. "Rabbi, Rabbi!" schrien einige. Aber der Meister blieb schweigsam und ließ dieses Schweigen auf uns einwirken. Weitere Bilder folgten den ersten. Da gab es einen Scheiterhaufen, in dessen züngelnden Flammen man menschliche Silhuetten wahrnehmen konnte. Der Himmel war dunkel vom aufsteigenden Rauch, und diese Szene spielte sich am Fuße eines Berges ab, an dessen Spitze sich eine Burg schmiegte. Seltsame riesige Maschinen aus Holz gab es da, ferner spitze Palisaden und auch wieder viele Männer mit starrem Blick, deren Lieder das Seufzen der Flammen zu übertönen versuchten. Viele andere Szenen sahen wir noch vor uns, aber unsere Seelen konnten ihnen keinen Namen geben... und dann immer wieder dieses Kreuz... Es überragte alles, wenn es, mit Gold und Edelsteinen geschmückt, auf eine Stange aufgesteckt war, oder es entfaltete sich in scharlachroter Farbe auf den Segeln der großen Schiffe. Wir sahen dieses Kreuz sogar eingebrannt auf der Schulter eines dunkelhäutigen Mannes. Endlich erhob sich sanft und friedlich die Stimme des Meisters; sie erreichte uns in unserem Inneren, während die Bilder weiterhin vor uns abliefen. "Ich sage euch, meine Freunde, dies ist der Weg, den die Menschen dieser Welt in meinem Namen gehen werden. Schaut ihn euch an, aber verliert euch nicht darauf. Seht, wie eng sich hier Gold und Blut vermengen. Die Lust auf Macht wird diesen Weg zeichnen; aber urteilt nicht und bestraft niemanden. Ihr selbst werdet manchmal in Fußstapfen treten, in denen ich mich nicht wiedererkennen kann. Und dies muss auch so sein, denn mein Weg ist ein Weg der Freiheit. Schweigend ermuntere ich jeden von euch auf diesem Weg, der bis ins Innere der eigenen Irrtümer vordringen muss... Denn das Leben, das mein Vater in euren Adern fließen lässt, kann man nicht durch ein einfaches Aufsagen seines Namens erlernen. Man muss das Leben in alle Richtungen durchlaufen, bis zum letzten Meter all seine Winkel erforschen und es bis zur Neige leeren. Nur so wird es seinen Sinn, seinen Wert und sein wahres Sein enthüllen. Die Freiheit ist das erste Geschenk meiner Seele an eure Seele. Dank dieser Freiheit kann man alles lernen und sich alles vertraut machen. Wenn ich euch sage, 'liebt' und wenn ihr nicht ganz von Un-Liebe, von Hass vollgestopft seid, welchen Platz könntet ihr meinem Vater wirklich in eurem Inneren einräumen? Ihr würdet ihn nur halbherzig empfangen. Schaut euch doch diese Bilder an, in deren Richtung die Menschheit sich bewegt und die sie bereits an ihren Brüsten ernährt. Sie sind aus dieser Un-Liebe geformt, und doch reden sie alle von Liebe, auf ihre Art und Weise. Man kämpft jeden Tag um eine Sonne; der einzige Unterschied besteht in dem Namen, den man ihr gibt und in dem Platz, den man ihr einräumt. Ja, einige von euch werden zu diesen Männern und Frauen gehören, die sich hier vor euren Augen bekämpfen. Einige von euch werden in meinem Namen und dank der Freiheit ihrer Seele töten und werden schließlich erfahren, was es heißt, Sklave zu sein. Deswegen sind meine Worte erst für morgen, denn die Freiheit, die sie euch bringen, ist noch zu brennend heiß, als daß sie voll von euch aufgenommen werden könnte. Schaut euch nun diese gemauerten Tempel an, die sich gen Himmel richten, diese Goldverzierungen und diese betende Menge. Die kommenden Jahrhunderte werden sie wieder neu entdecken, auch wenn sie heute bereits da sind..." Noch lange folgte eine Szene der anderen. Wie außer Atem, bei erweitertem Bewusstsein, konnten wir keine Frage stellen. Und doch, bereits im Herzen dieser fremdartigen Bilder, in den Blicken, denen wir begegneten, und im Mosaik der künftigen Völker schien es etwas Unfassbares zu geben, das uns trotzdem vertraut war, die Frucht einer Gewissheit, die tief in uns schlummerte. Riesige dunkle Maschinen tauchten auf. Sie schienen aus Metall gefertigt zu sein und waren unbeweglich in einer Linie aufgereiht. Männer in dunkler Kleidung und strenger Haltung, einen Helm auf dem Kopf, warteten daneben. Ihnen gegenüber ein Mann in Gold und Purpur gekleidet, die Finger voller Ringe und auf dem Kopf eine Art großer Haube - er schien sie zu segnen. Er erinnerte uns an einen von Cäsar entsandten Würdenträger, der manchmal vor reichen Sadduzäern seine Lehre erteilte. Und dann sahen wir, wie Feuer vom Himmel fiel... unverständliche Bilder... die Erde und die Städte brannten... und schließlich hatten wir den Eindruck, als überflögen wir ein riesiges Bauwerk mit einer Kuppel am Ende eines riesigen Platzes, der mit Säulen umgeben und voller Leute war. Ein kleiner, ganz in weiß gekleideter Mann stand auf einem Balkon, und seine Stimme erklang bis in unendliche Entfernungen. Ein eigenartiges Gefühl von Inbrunst und von Schwere überkam uns, eine Mischung aus Frömmigkeit und Härte, aus Licht und Schatten... Dann schloss sich der graue Schleier wieder von der Mitte her, und wir glaubten, in uns selbst zurückzufallen. Einige unter uns stießen einen Schrei aus, und wir standen wieder unserem Meister gegenüber. Immer noch waren seine Augen geschlossen, aber er lächelte, als ob es ihn amüsierte, die tausend Fragen zu lesen, die sich schon auf unseren Lippen abzeichneten. Aber keiner von uns wagte auch nur das geringste Wort auszusprechen. Während einiger Augenblicke hatten unsere Seelen die Zeiten überflogen, hatten die Jahrhunderte wie mittels Brücken überquert und hatten den Eindruck, etwas vom Sinn der Ewigkeit gekostet zu haben... Schließlich unterbrach Levi die Stille; er lehnte mit dem Rücken gegen einen Felsen, nicht weit vom Meister entfernt. "Ist dies alles... wirklich für immer und ewig festgeschrieben, Rabbi? Kann dein Wort nichts an alledem mehr ändern?" "Der Rahmen von all diesem ist bereits innerhalb der Menschheit abgesteckt. Meine Worte können nicht nur kein Jota daran ändern, sie selbst sind es, die dies hervorbringen... Siehst Du, Levi, es gibt Worte, die ausgesprochen werden, und Worte, die empfangen werden. Es gibt das Licht, das den Menschen geschenkt wird, die Klarheit, die diese daraus entwickeln, und das Halbdunkel, dass diese selbst schaffen. Wenn ich von 'Liebe' spreche, verstehst Du 'besitzen', und wenn ich von 'geben' spreche, verstehst du 'feilschen'. Die kommenden Jahrhunderte werden für euch eine Schule sein, während ihr euch bereits als die Herren anseht. Ihr glaubt, Geschichte zu schreiben, aber in Wirklichkeit schreibt diese euch. Ich sage euch, die Menschen dieser Erde werden immer weiter an Babylon bauen. Und hierzu stützen sie sich auf meine Worte. Babylon wird euch also bis zu dem Zeitpunkt eine Lehre sein, an dem es sich selbst aufgrund seiner eigenen Falschheit erschöpft haben wird; ihr werdet es leid sein, Lügen zu leben und zu benutzen. Ihr werdet euch dann an den Tag erinnern, an dem ich von der Brücke in euch sprach, das heißt von dem Augenblick der Wahrheit." "Aber was ist genau Babylon, Rabbi?" wollte einer aus unserem Kreis wissen. "Babylon... Babylon ist gleichzeitig Herr und Sklave... Irrtum und die Lehre dieses Irrtums. Es ist die Trennung und die wunderbare Lektion von dieser Trennung. Babylon ist keineswegs ein geographischer Ort auf dieser Erde, meine Freunde, sondern ein Zustand eurer Seele. Ein Zustand der Verwirrung, in dem der Hochmut stärker ist als der Stolz, in dem die Gewalt die Macht erstickt und die Tyrannei sich des Mantels der Freiheit bemächtigt. Babylon ist das menschliche Herz, das nicht zu wählen weiß und das noch nicht genug gelitten hat, um sein eigenes Sein und seine eigene Schönheit zu erkennen. Babylon ist schließlich alles, was nichts mit der Ewigkeit zu tun hat, ist alles, was sich das unerreichbare Licht aneignen will, indem es die Worte meines Vaters lähmt... Kommt nun mal alle etwas näher, denn ich möchte in eure Herzen ein unerschöpfliches Ferment pflanzen." Wir drängten uns ein wenig enger aneinander, um dem Meister näher zu sein, und lauschten weiter mit unendlicher Achtung seinen Worten. Mehr denn je sprach der Freund in ihm zu uns allen und zu jedem einzelnen. Gewiss bleibt unser Felsennest hoch über dem See Genezareth über die Jahrhunderte hinweg noch geprägt von diesen Augenblicken der Wahrheit. Mit einer langsamen Bewegung beider Hände strich der Meister seine langen Haare nach hinten und blickte uns, einen nach dem anderen, eindringlich an. "Ich sage euch, es wird gewiss Menschen geben, die mein Dasein verneinen werden und damit auch die Macht des Vaters, die durch mich wirkt... und diese haben oft recht gemäß der Logik ihres Herzens... aber es wird auch andere geben, die mich lobpreisen und doch ihre eigene Kirche erbauen werden unter dem Vorwand, sie mir zu weihen. Diese handeln dann gemäß der Logik von Babylon. Die Macht, die in mir ist, will weder eine Kirche noch einen Thron, den menschliche Augen begehren könnten. Denn das, was in mir wohnt, ist auch bereits voll und ganz in jedem von euch. Mein Herz schlägt für alle Ewigkeit in eurer Brust... Es braucht weder Regeln noch Prunk. Versteht ihr das? Ich sehe eine unendliche Menschenmenge, wie eine unendliche Abfolge von Seelen; sie geht von einer Epoche zur anderen und lässt meinen Atem im Herzen einer Wahrheit erstarren. Ich sehe, wie sich die Pforten des Herzens dieser Menge mehr schließen, als sich zu öffnen und alles in sich aufzunehmen. Ich sehe endlich, wie ihre Hände sich an jedem Geschehen festklammern, statt dieses zu beruhigen und zu heilen. Die Furcht, etwas nicht zu beherrschen, die Angst vor dem Verlieren..." Simon-Petrus mit seinen etwas zerzausten Haaren richtete sich auf seinen Knien auf; seine Stirn war von einer tiefen Falte gekennzeichnet. "Wird es denn nur Leute geben, die dich ablehnen, Herr?" "Wer spricht denn von ablehnen, Simon? Nein, die kommenden Zeiten werden mich nicht ablehnen. Die Menschen werden vielmehr sich selbst ablehnen. Sie werden das ablehnen, was in ihnen lebt, indem sie mich auf seltsame Art und Weise zurechtputzen und mich mit Kleidern schmücken, die nicht meine eigenen sind. Es handelt sich da noch keineswegs um den Vater, den man in dieser Welt hören und empfangen möchte, sondern um das Bild, das man sich gerne von ihm macht, damit dieses die menschlichen Ambitionen rechtfertigt. Im Laufe der Jahrhunderte und für zweimal tausend Jahre wird sich eine Macht niederlassen, die die der Liebe mit umgekehrten Vorzeichen sein wird. Es handelt sich um die Macht des großen, auferstandenen Babylon, die allerdings vorgibt, das um sie herum bestehende Babylon zu denunzieren. Hier werden Lüge und Herrschaft zu Prinzipien erhoben. Ganz sicher werdet auch ihr von dieser Epoche sein, denn die Seelen, die akzeptieren, dass ich meine Saat in sie lege, versinken niemals ganz in einer totalen Amnesie. Trotz ihrer Verirrungen und ihres Zögerns wissen sie doch sehr genau, wo die Sonne sich befindet... was vielleicht nicht ganz so leicht ist, wie man dies in den Tempeln gerne lehrt." Simon-Petrus erhob erneut seine rauhe und mächtige Stimme... "Allein schon die Tatsache, dass ich Deinem Blick begegne, Rabbi, ist für mich eine Lehre, der ich mich oft als nicht würdig erachte. Wenn wir weiterhin zu denen von dort unten gehören, warum hast du uns dann ausgewählt, um hier an deiner Seite zu sein?" "Aber ihr habt euch doch selbst ausgewählt! Seit dem Beginn der Zeiten wurde jeder aufgerufen; jeder hat diesen Ruf vernommen... Nur wird man bisweilen von einer gewissen Taubheit heimgesucht. Und diese liefert uns dann die Entschuldigung, um uns nicht nur stumm, sondern auch blind zu fühlen. Keine Wahrheit kann dann in uns dringen, noch aus uns heraustreten. Wir sind vollgestopft von uns selbst und ersticken daran, und wir sind vollkommen unempfindlich der Tatsache gegenüber, dass jeder Augenblick des Lebens, der durch unser Wesen fließt, den Ruf des Namenlosen erneut laut werden läßt. Berufen seid ihr alle! Oder zweifelst du daran, Simon? Alles ist Lehre, denn der, der die Worte auf meine Lippen legt, ist auch im Herzen eines jeden Ereignisses. Dein Irrtum von heute ist eine Lektion. Wisse auch, dass ich mitten darin bin und daß da, wo du mich abwesend wähnst, ich sicherlich noch anwesender als sonst bin... Erforsche deine Seele, sie braucht weder Priester noch Gesetzeslehrer, um ihren Elan ausdrücken zu können. Mach dir um ihre Unwetter und ihre Wellen keine Sorgen... dies sind alles nur Zeichen dafür, daß mein Vater sich um dich kümmert und dich lehren will, das Steuer zu halten. Deine Seele, eure Seele, liebe Freunde, ist ein Ozean, der sich zur Ewigkeit hin öffnet. Jede Insel, an der ihr anlegt, nimmt das Gesicht eines Wesens oder eines Augenblicks an; an diesen Ufern erlaubt euch das Leben, euch auszuruhen; manchmal bringt es auch Leid, auf jeden Fall läßt es euch immer reifer werden. Jede Insel zeichnet das Relief meiner Worte nach und erinnert an meine Worte. Diese hallen für morgen wider, weil die Menschheit immer wieder weitersegeln muss. Heute blase ich lediglich etwas Wind in die Segel, deren Stoff einige zu weben versuchen, aber ich lächle angesichts der Riffe, die bereits am Horizont auftauchen. Nach euch werden Menschen nicht nur meine Worte verewigen, sondern auch die Kraft meiner Worte, um ihre eigene Unendlichkeit zu ermessen und ihre Stärke, so etwas Wunderbares wie Liebe zu entdecken..." Plötzlich meldete sich ein kleiner Mann zu Wort, den wir unter dem Namen Josua kannten und der mehrere Fischerkähne in Kapernaum besaß. Er gehörte zu denen, die wenig redeten; aber sein Gesichtsausdruck spiegelte ganz deutlich wechselweise innere Ruhe und tiefste Verwirrung wider. "Sag uns, Rabbi, was sollen wir nun glauben? Du sprichst von dieser Kirche, die man in Deinem Namen entstehen lassen soll, und dann von der Lüge derer, die darin Ruhm und Macht suchen... aber du lehrst uns auch, dass dies alles notwendig sei. Wenn Irren einer unserer Meister ist, warum nennt man ihn dann Irrtum?" "Man spricht von Irrtum, weil dieser uns erlaubt, uns in einer Zickzacklinie meinem Vater zu nähern; es ist eine Strecke voller Kurven, Gegensätze und Leiden. Und dies unterscheidet diesen Weg eben von dem rechten, der präzise und direkt ist wie ein Pfeil, der schnurgerade in sein Ziel fliegt. Und nun, meine Freunde, was antwortet ihr auf diese Frage, die ich euch stellen möchte: Was muss man tun, um zu diesem Pfeil zu werden, der in das Herz der Zielscheibe trifft?" Ein lautes Gemurmel stieg aus unseren Reihen auf. Die einen hatten eine Idee, wagten aber nicht, sie laut auszusprechen, und die anderen glaubten, vielleicht die Antwort zu kennen, und versuchten, sich Gehör zu verschaffen. Die ganze Welt war hier versammelt, ein jeder mit seiner eigenen Geschichte, seinem Leuchten in den Augen, das ihn von den anderen unterschied, seiner Ungeduld oder seinem Vertrauen, seiner Stärke und seiner Zerbrechlichkeit. So viele Seelen, die in ihrem Köcher warteten, um von dieser Zickzacklinie freizukommen. Erneut zog Esther die Aufmerksamkeit des Meisters auf sich. Unter ihrem dunklen Schleier verriet ihr Gesicht eine tiefe Freude, die niemandem verborgen bleiben konnte. "In deine Fußstapfen treten, Rabbi!" rief sie aus... "Glaubst du dies wirklich? Hast du schon einmal auf einem Strand beobachtet, was geschieht, wenn du deine Füße genau in die Spuren der Person setzt, die vor dir gegangen ist?" Esther blieb wie versteinert. "Nun, kleine Schwester... deine Spuren verformen unvermeidlich diejenigen, in denen du schreiten wolltest. Dies ist ein Naturgesetz, dass allerdings ein anderes, größeres verdeckt... Wenn du nicht du selbst sein kannst, dann beschädigst du das, was das Leben in der Welt in Bewegung gesetzt hat. Darum sollen die Schritte, die du zu unternehmen gedrängt wirst, auch wirklich deine Schritte sein, und auch dein Denken soll in jeder Beziehung dein eigenes Denken sein. Ist dir klar, was ich damit sagen will? Wenn du meine Worte wortwörtlich wiederholst, das heißt, wenn du nicht deine eigenen Worte lernst, kann das, was in mir ist, dich nicht in vollem Maße erfassen. Das Leben, das mein Vater der Welt schenkt, ist einzig, aber es verlangt nach dem Duft und der Farbe eines jeden. Willst du, dass meine und deine Spuren miteinander verschmelzen, dann, wahrlich, ich sage dir, wirst du nicht wirklich die Worte der Liebe aussprechen. Deine Worte werden nur einfache Widerspiegelungen der Liebe sein, denn du hast es nur verstanden, diese Worte zu reproduzieren, statt das Leben in dir und durch dich handeln zu lassen. Du hast also ihren Wert durch deine Worte verdeckt und auch ärmer gemacht... und du hast dich selbst vor dir verschleiert. Wenn ich euch dazu aufrufe, das aufzusammeln, wovon meine Seele überläuft, so geschieht dies gewiss nicht mit der Absicht, daß ihr meine Seinsweise nachahmt. Meine Art zu Sein soll für euch nur Quelle der Inspiration sein, die Essenz eures Wachsens und eurer Rückkehr zum Licht... dies ist meine Lehre. Daß mein Wort für euch ein Ferment bleibt, ohne dass ihr es zum Erstarren bringt, ist der Wille des Namenlosen. Neulich, Esther, vor diesem Laden am Rand von Migdel, hast du unaufhörlich wiederholt, 'Der Meister hat gesagt...' Ich schätze deine Liebe und dein Vertrauen, aber was hast du selbst gesagt, du? Ich wollte aus deinem Munde nicht das hören, was mein Mund bereits ausgedrückt hatte, sondern vielmehr das, was mein Herz deinem Herzen an Inspiration gegeben hat und was es deinem ganzen Wesen suggeriert hat. Findet zu euch selbst, meine Freunde! Ihr könnt mich nur erkennen, wenn ihr zu euch selbst findet..., Lasst mich euch nun erklären, wie ihr zu einem Pfeil werdet..." Während er noch so sprach, war der Meister aufgestanden und zu einem Felsen gegangen, an den er sich anlehnte, während er die Arme ausbreitet, als wolle er mit dem Berg verschmelzen. "Ihr werdet zu einem Pfeil, wenn ihr endlich zu begreifen beginnt, was dieser Zickzackkurs in euch auslöst. Sobald ihr die Tiefe seiner Furche betrachten könnt, werden seine Bedeutung und sein Wert in euch leuchten und euch erleuchten. Und dies ist genau der Zeitpunkr, wann aus einem Irrtum eine Lehre wird... Denn der Schmerz ist bisweilen in der Lage, uns Dinge einzuprägen, von denen nur der weiseste der Meister sprechen kann. Den Irrtum anzuerkennen, ihn zu leben und sich der Veränderung zu öffnen, die er notwendigerweise mit sich bringt, bedeutet bereits, ich sage euch, die Entdeckung des Lichtpfeils in euch selbst." "Muss man also weiterhin bereuen, Rabbi?" fragte leise jemand aus der Versammlung. "Bereuen? Vor wem willst du etwas bereuen? Vor dem Ewigen? Der Ewige kennt keine Ressentiments. Er ist und lässt seinen Odem in voller Freiheit sein Werk in jedem und durch jeden vollbringen. Etwas zu bereuen ist eine Sache zwischen dem Ich und mir. Es handelt sich dabei nicht um eine Anklage, die man führen muss, sondern um einen Glaubensakt, den es zu erwecken gilt... Glauben an den Nutzen der gebrochenen Linie, Glauben an die Sonne, die in jedem von uns leuchtet, Glauben auch an die Liebe, diesen ewigen Balsam, den jeder zum richtigen Zeitpunkt erhält. Und dann, sag mir... wer unter euch und unter all den vielen Menschen besitzt genügend Weisheit, um mit Gewissheit sagen zu können, dies ist ein Irrtum und dies keiner? Wer von euch befindet sich ständig so hoch auf dem Berg, um alle Kurven und Schleifen der Wege zu beobachten, die sich an ihm entlangziehen, und außerdem noch den Horizont, an dem alle diese Wege schließlich enden? Niemand, meine Freunde. Der Ewige hat für jeden einen Weg und einen Plan vorgesehen. Und die Wahrheit des einen kann sogar das Vorgehen des anderen stören." "Aber was sollen wir dann tun, Meister?" fragte Esther, indem sie ihren Schleier auf ihre Schultern gleiten ließ. "Frage mich besser, wie ihr sein sollt! In der Tat versuche so zu sein, wie du in Wirklichkeit im Inneren deines Herzens bist, Esther! Ich möchte damit sagen... stehe über den Reflexen, die man dir angeeignet hat, über den Prinzipien und dem Räderwerk der Welt, die deinen Körper genährt haben... denn diese Welt hat oft nur die Maske genährt und die Seele in ihrem Aufschwung dagegen gebremst. Schau hinter das Flittergold der Priester und all derer, die nach eigenem Gutdünken menschliche Moralbegriffe und Moralregeln auf- und wieder abbauen. Entferne und befreie Dich von der Faszination, die diese Menschen auf die Welt ausüben. Erinnere dich stets an folgendes: Solange du mich in dir nicht erkannt hast, wirst du beherrscht, beherrscht von Dogmen, kleine Schwester... Und diese Dogmen sind so zahlreich, so subtil, daß man sie in der Regel garnicht mehr wahrnimmt. Entferne das Urteilen aus deiner Seele, die von denen fasziniert ist, die die Macht erzeugen und sie auch halten. Nur so, dies sage ich dir, wirst du der Liebe und der Weisheit den Platz zuweisen können, der ihnen zusteht. Die Kraft der Dualität, die diese Erde zusammenhält, erwartet unaufhörlich von dir ein Urteil, denn Urteilen bedeutet die Faszination der Trennung. Wenn ich dir sage, 'Urteile nie', so tu ich dies nicht, weil mein Vater darin ein Übel sieht, sondern weil das Urteil das Öffnen deines Herzens unterbindet und weil nur dieses Öffnen meinen Willen lenkt. Wisst Ihr, meine Freunde, es gibt das Gesetz, jenes, das kein Gesicht hat, keinen Namen, und die Gesetze, die einschläfern. Diese, hinter denen man meinen Namen einsperren wird, werden eurer Seele keine Ketten mehr anlegen, wenn zweimal tausend Jahre vergangen sein werden... denn dann wird das in euch beansprucht werden, was am wahrsten und größten ist. Wenn diese Stunde gekommen ist, wird mein Wesen in euch aufleben." Ein sanftes Schweigen schwang über uns, Blicke begegneten sich. Sie enthielten so viele Dinge, die die vorbeiziehenden Jahre niemals werden auslöschen können... Schließlich machte der Meister eine Bewegung mit der Hand, lächelte, und wir hatten verstanden, dass es Zeit zum Aufbruch war. Wir standen also auf und folgten seiner hohen weißen Gestalt. Während wir erneut das steinige Feld mit seinen Lämmern und Disteln durchschritten, erwärmte die morgendliche Sonne bereits gründlich unsere Körper..." |
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- Und nun, nachdem zweimal
tausend Jahren um sind, nimmt die LICHTVOLLE Präsenz der CHRISTUS-Wesenheit das
Gespräch mit dem Autor, also auch mit uns, wieder auf... Nur wenig kann ich hier wiedergeben... nur das, was mich im HERZEN besonders BERÜHRT, was drängt, beachtet zu werden, wie Gesprächsbrocken, die man irgendwo aufschnappt, die "zufällig" unser Ohr finden, weil wir da sind, sie zu hören, denn sie haben nur deshalb auf diesen Moment gewartet... damit spätestens JETZT der schlummernde Samen in uns durch die ENERGIE dieser WORTE erwacht... LASST ES ZU - ÖFFNET EUER HERZ JETZT DER REVOLUTION DES LICHTS, DER HERZEN, UND DEM, DER SIE VERKÜNDETE: |
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"...Es ist zu spät für
Winkelzüge und Ausweichmanöver, denn es gibt im Herzen der Menschen etwas, was
sich heute energisch ausdrücken muss. Der Zeitpunkt zu einer Therapie ist
gekommen, der Augenblick, Balsam auf die Wunden zu streichen und Abszesse
aufzuschneiden... In einem jeden von uns schlummert ein Essener, und den möchte ich wieder aktivieren... Ich möchte dies als Essener-Prinzip bezeichnen, als Sonnenprinzip, das jedermann bei seiner Geburt erhält und das er von jeder seiner früheren Lebensreisen erbt. Ihr könnt sicher sein, dass die alten Wunden von gestern Zeichen setzen, die die Kräfte von heute mobilisieren können und müssen. Eure Kraft zum Zusammenhalt, zur Aussöhnung und zum Sammeln liegt vor euch, wenn ihr es wollt... Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, wird zum Essener, wenn er sich seiner Macht bewusst wird, den Christus in sich und um sich herum zu erwecken. Ich meine damit nicht etwa einen Vollkommenheitsgrad, der dem Ego schmeicheln kann, sondern einen Zustand, in dem man beginnt, sich seiner eigenen Vervollkommnungsfähigkeit bewusster zu werden. Baumeister seiner selbst und dieser Welt zu werden, so könnte man das herrliche Abenteuer definieren, zu dem ihr inkarnierten Wesen heute geladen seid... (Aber)... beharrt nicht so sehr auf der Intensität meiner Worte als vielmehr auf der Bedeutung der Ereignisse, die Ihr erlebt. Euer Leben ist das Buch, das Euch in erster Linie betrifft. Eure Aufgabe ist es, gleichzeitig zu lernen, dieses Buch zu schreiben und zu entschlüsseln... was bis heute so wenig getan und so wenig beherrscht wurde... ... es gibt heute ein reaktives Ferment, zu dem eine stets steigende Anzahl von Leuten Zugang hat. Und eben dieses Ferment möchte ich aktivieren und stimulieren, selbst wenn ich schmerzhafte Einschnitte vornehmen muss, um die Gangrän, die so viele Seelen und Körper brandig gemacht hat, endgültig in ihrer Ausbreitung zu bremsen." Und die SPRECHENDE KRAFT betont, dass die von uns angestrebte Vollkommenheit immer ein Stagnieren bedeuten würde - in WAHRHEIT gibt es keine Vollkommenheit, sondern immer nur stetiges WACHSTUM. Entgegen der überlieferten Kirchenlehre waren weder Jesus, der Mensch, der als "CHRISTUS-Träger 'DIENTE', noch die WESENHEIT CHRISTUS selbst VOLLKOMMEN: Sonst wäre Veränderung, also WACHSTUM garnicht möglich! Aber in der SCHÖPFUNG ist ALLES VERÄNDERUNG! ALLEIN DARUM ABER können die Menschen selbst WACHSEN und sich VERÄNDERN! - Nichts ist TRÖSTLICHER als diese WORTE! ..."Kein Glauben und keine Religion können von sich behaupten, allein entstanden zu sein. Aber selten sind die, die die Demut und so auch die Größe haben, dies zuzugeben. Die Vertreter der Religionen, die ich als 'Selbstgerechte' bezeichnen möchte, finden es viel interessanter, eine Form von Totalitarismus aufrechtzuerhalten, statt das Bewusstseinsfeld ihrer Gläubigen zu öffnen. Diese Haltung hat schwerwiegende Folgen für den Reifeprozess der Seelen. Selbst wenn der Begriff des Irrtums in seiner Primärbedeutung einen Unsinn darstellt, wie ich euch bereits erklärt habe, so ist die Tatsache, dass jemand aus freien Stücken eine Evolution bremst, ein schwerwiegender Akt... ...aber weist sie nicht ab, Freunde, weder die einen noch die anderen. Aus einfacher Liebe und also auch ohne jede Bedingung... denn etwas von ihnen lebt notwendigerweise in euch, und ihr könnt sie also genaugenommen verstehen. Denn wer unter euch, frage ich euch, hat den Mut zu einer totalen Integrität, ohne Angst, ohne Starrsinn und ohne Sektierertum? Wer unter euch ist totale Transparenz und unbedingtes Mitgefühl? Wer inkarniert so sehr die Infragestellung, dass er bereit ist, radikal eine Seite seines Lebens umzublättern? Die Verkettung, an der jeder in dieser Welt teilhat, ist schrecklich, und man braucht mehr als Mut, um sich davon frei zu machen. Man braucht dazu eine maßlose Liebe, das heißt eine Liebe, die das Leben, über die Bahn eines Lebens hinausgehend, verstehen kann. Und jetzt hört nun dies, ihr, die ihr behauptet, an der Veränderung teilnehmen zu wollen. in der Tat ist es heute, wo die Stunde der praktischen Umsetzung schlägt, die Stunde, wo ihr akzeptieren müsst, von dem Evolutions- und dem Revolutionsprinzip, das vor zweitausend Jahren ausgesät wurde, hin- und hergeschüttelt zu werden. Dies alles betrifft keineswegs allein die 'christliche' Welt, denn das christliche Prinzip ist das Erbe von allen und aller Lebensformen seit dem Beginn der Zeit. Die christliche Flamme kann als das unveräußerliche Prinzip verstanden werden, das hinter einer riesigen Anzahl von Namen und Erscheinungsformen alles ernährt. Niemals wird sie dem gehören, der das weiß. Der Eingeweihte, der Ewige Essener, ist jemand, der dies zu leben unternimmt, ohne dass er sich deswegen ein besonderes Wissen aneignen muss. Der Ewige Essener muss nicht zu Zeiten des Evangeliums gelebt haben. Der Eingeweihte des Herzens braucht sich nicht als ehemaliger Bewohner von Atlantis oder gar aus dem nahen Umkreis von Bruder Echnaton auszuweisen; nur der Adel des inneren Umfeldes, in Wirklichkeit also der der Seele und der des Körpers, ist ein Zeichen dafür, was ist." (Und CHRISTUS spricht davon, dass Einweihungen heute nicht mehr nötig sind, weil die jetzige ÖFFNUNG DER ERDE groß genug ist, um alles Wissen Allen zugängig zu machen, also "um die Befreiungsaufgabe zu lösen"... und fährt fort:) "Das Herz braucht keine
Diplome, um zu verstehen, dass es ein Herz ist. Es braucht keine magischen
Praktiken, denn es ist selbst höchste Magie. Glaubt Ihr in der Tat, dass der
Meister Jesus bei der Verwandlung von Wasser in Wein und von Steinen in Asche
magisches Wissen zu Hilfe nahm? Keineswegs. Er brauchte nur zu bitten. Wen? Sich
selbst, das Leben, das, was jeder von euch in sich noch nicht entwickeln kann.
Diese Integration der Stärke hat aus ihm den gemacht, der er war und bleibt.
Seht aber darin alles andere als ein Phänomen der Identifikation, dies geht
viel weiter. Dies nennt sich eine Verschmelzung und ist auch der Punkt der
totalen Begegnung zwischen dem Vertikalen und dem Horizontalen. Die
Grundbedeutung des Kreuzes. CHRISTUS sprach einst auch von
dem kommenden, dem 'weiblichen Feuer': |
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...und die HOHE WESENHEIT sprach davon, dass die weiblichen Seelen die Neue Welt erträumen könnten - so wie die Welt immer erträumt worden ist
innerhalb der Grenzen der LIEBES-Fähigkeit. Denn LIEBE ist HEILIGE
Vorstellungskraft, GÖTTLICHER TRAUM... |
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UND SO RUFE ICH, MARIA, EUCH HEUTE: |
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FRIEDE SEI MIT EUCH! |
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Und hier findet Ihr eine wunderschöne Anleitung zum SELBSTHEILEN, |
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