Die
Spirituellen
Essener Gemeinschaften bzw. deren EWIG
WAHRE LEHREN brachten viele Verkünder, viele große Männer
und Frauen hervor, so auch Echnaton
und seine Gemahlin Nofretete, insbesondere auch die uns noch heute bekannten
GROSSEN MENSCHEN Israels des Alten Testaments, wie Moses, die Propheten
und viele Andere, die das Kommen des CHRISTUS verkündeten
und vorbereiten halfen und diejenigen, die schließlich
vor zweitausend Jahren bei dem Großen DRAMA um Jesus mitwirkten, so vermutlich auch die "Heiligen drei Könige".
Vor allem war Jesus selbst ESSENER, was die Schriftrollen vom Toten Meer und
von Nag Hammadi enthüllen.
Jesus, wie auch seine
Mutter, Joseph, Johannes der Täufer, seine anderen
Angehörigen, Maria Magdalena und viele seiner Freunde und Jünger,
vor allem Johannes, Philippus und Andreas waren Mitglieder der Gemeinschaft der ESSENER (siehe dazu auch Franz
von Assisi und: Über die Kommunionen
der ESSENER).
Die Bergpredigt, die in ihrer Essenz den SIEBENFACHEN
FRIEDEN der ESSENER wiedergibt, ist, ist SCHÖNSTES Beispiel
dafür, vor allem, weil Jesus dabei all Seine WUNDER-baren GLEICHNISSE der
NATUR entnommen hat, die die ESSENER so außerordentlich EHRTEN.
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Das "Evangelium des Vollkommenen Lebens" beginnt so:
"IM NAMEN DES ALLERHEILIGSTEN. AMEN.
Hier beginnt das Evangelium des vollkommenen Lebens von Jesus-Maria, dem Christus, dem Nachkommen Davids durch Joseph und Maria dem Fleische nach, und Sohne Gottes durch göttliche Liebe und Weisheit, dem Geiste nach." Dann folgt das obenstehende Vorwort.
Das 2. Kapitel lautet: "Die unbefleckte Empfängnis Jesu Christi".
2.1. Und im 6. Monat ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. 2.2. Nun war Joseph ein rechtschaffener und vernünftiger Geist, ein Mann, geschickt in aller Art von Holz- und Steinarbeiten. Und Maria war eine zarte und einsichtsvolle Seele und webte Schleier für den Tempel. Und sie waren beide rein vor Gott. Und von ihnen beiden war Jesus-Maria, der
Christus genannt wird.
2.3. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: "Gegrüßet seist du, Maria, du hast Gnade gefunden; denn Gottes Mutterschaft ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Weibern und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes." 2.4. Und da sie ihn sah, erschrak sie bei seinen Worten und erwog in ihrem Sinn, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Aber der Engel antwortete und sprach zu ihr: "Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebären, der
wird herrlich sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden. 2.5. Und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben, und er wird ewiglich ein König sein über das Haus Jakob, und seines Königreiches wird kein Ende sein." 2.6. Da sprach Maria zu dem Engel: "Wie soll das geschehen, sintemal ich keinen Mann kenne?" Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: "Der Heilige Geist wird über Joseph kommen, deinen Vertrauten, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten, o Maria; darum wird auch das
Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden und sein Name auf Erden soll sein Jesus Maria; denn er soll die Menschen von ihren Sünden erlösen, wenn immer sie Reue zeigen und dem Gesetze Gehorsam leisten.
2.7. Deshalb sollst Du auch kein Fleisch essen noch starke Getränke trinken (1); denn das Kind wird Gott geweiht sein vom Schoße seiner Mutter an, und weder Fleisch noch starke Getränke soll es zu sich nehmen, noch soll jemals eine Schere sein Haupt berühren (2). 2.8. Und siehe, Elisabeth, deine Base, ist in ihrem Alter auch schwanger mit einem Sohne und gehet jetzt im sechsten Mond, sie, die unfruchtbar genannt war. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich." Und Maria sagte: "Siehe, ich bin die Magd des Herrn,
mir geschehe nach deinem Worte." Und der Engel schied von ihr.
2.9. Und am selben Tag erschien der Engel Gabriel dem Joseph im Traume und sprach zu ihm: "Sei gegrüßt, Joseph, du bist auserwählt; denn die Vaterschaft Gottes ist mit dir. Gesegnet bist du unter den Männern und gesegnet ist die Frucht deiner Lenden." 2.10. Und da Joseph über die Worte nachsann, ward er verstört; aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: "Fürchte dich nicht, Joseph, Sohn Davids; denn du hast Gnade gefunden vor Gott, und siehe, du wirst einen Sohn zeugen, und du sollst ihm den Namen Jesu-Maria
geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen." 2.11. Das aber ist geschehen, auf daß erfüllet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: "Siehe, eine Jungfrau wird empfangen und schwanger werden und einen Sohn gebären und ihm den Namen Emmanuel geben, was so viel heißt wie: Gott in uns." 2.12. Da nun Joseph vom Schlafe erwachte, tat er, wie ihm der Engel befohlen hatte und ging zu Maria, seinem angetrauten Weibe, und sie empfing in ihrem Schoße den Herrn (3)."...
Hierzu steht in den Fußnoten: (1) Gebote zur Lebens- und Ernährungsweise finden sich im Alten Testament häufig, aber auch im Neuen Testament. Daß die Familie Jesu dem Essenertum angehörte bzw. nahestand, ist historisch und theologisch belegt. Das Essenertum war Saatbeet der christlichen Botschaft.(...) Auch Johannes der Täufer war Essener, desgleichen Jakobus, genannt der Gerechte, der Bruder Jesu und dessen Nachfolger als Leiter der Urgemeinde. Von ihm berichtet Hegesipp..., dass er von Mutterleibe an
(d.h. von Geburt an) weder berauschende Getränke getrunken, noch etwas gegessen habe, "das beseelt gewesen war."... (2) Parallelen im Alten Testament, Richter 13, 4-5, und 4.Mose, 2-5. (3) In der ältesten christlichen Tradition galt Jesus als Sohn des Joseph und der Maria aus Nazareth (Joh. 1,45; 6,42; Luk. 3,23; 4,22) Von einer Jungfrauengeburt ist weder im Johannes-, noch im Markus-Evangelium die Rede, (...). Was hätte es für einen Sinn gehabt, einen Stammbaum des Joseph bis zurück zu David
und Abraham nachzuweisen (Matth.1,1-16), wenn Joseph garnicht der leibliche Vater von Jesus gewesen sein sollte, sondern nur der Ziehvater? "Wir kommen nicht daran vorbei: Das Neue Testament verkündet nicht, dass Jesus ohne irdischen Vater empfangen wurde.", zitiert Mayer (...) den katholischen Theologen Lohfink ("Gehört die Jungfrauengeburt zur biblischen Heilsbotschaft?", 1979), und fährt fort, ..."während die Kirchen nach wie vor ihre Gläubigen regelmäßig verpflichten, öffentlich das Gegenteil zu bekennen, was
für die Dauer nicht nur zur sprachlichen Schizophrenie führte."
Wenn es denn so war, hat GOTT durch SEINEN SEGEN über Joseph bewirkt, dass Jesus durch die ZEUGUNG von VATER und MUTTER im Fleische zur Erde kommen konnte! Ja, Ihr LIEBEN, macht es denn irgendeinen Unterschied in der Bedeutung des Jesus, ob Joseph zu seiner Empfängnis beigetragen hatte oder nicht? Ist denn die Mensch-Werdung des Jesus in irgendeiner Weise darum weniger WUNDERBAR? JEDER MENSCH ist doch KIND GOTTES und durch das WUNDER DER FLEISCHWERDUNG zur Erde gekommen! Ist die Geschichte des Neuen Testaments, der apokryphen Evangelien und der ESSENER Quellen nicht WUNDERBAR genug, als dass Menschen
den männlichen Samen geringschätzen oder gar darüber streiten müssten? Das LEBEN selbst ist HEILIGSTES WUNDER - und so auch die Empfängnis als solche: bei Mensch, Tier und Pflanze, in welcher Form auch immer! Gewiss könnte GOTTVATERMUTTER sich über
jede "Form" hinwegsetzen! Warum aber - wenn GOTT doch auch einen CHRISTUS durch den - an sich schon so - WUNDERBAREN ZEUGUNGSAKT in die menschliche Ebene senden könnte? Wer sind wir, das HEILIGE der "normalen" Empfängnis im Einzelfall als unzureichend anzusehen? Ist nicht jeder Mensch von seiner ERSCHAFFUNG her dem CHRISTUS gleich? Ist nicht CHRISTUS der "VOLLKOMMENE MENSCH"? Wie immer GOTT ENTSCHIED - ES WAR GUT SO! |
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Ich möchte Euch nachstehend einen Auszug aus dem Buch 'Essener
Erinnerungen', (aus der Akasha-Chronik über das Leben und Wirken des
CHRISTUS Jesus), übermittelt von Anne und Daniel Meurois Givaudan,
Heyne Vlg, Esoterisches Wissen, das ich im HERZEN als WAHR empfinde, wiedergeben:
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... aus den "Essener Erinnerungen"
(Von Anne und Daniel Meurois
Givaudan,
Heyne Verlag Esoterisches Wissen, S. 271ff)
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(Jesus hatte in
Jerusalem eine geheime Zusammenkunft seiner Anhänger einberufen und
sprach zu ihnen.M.:)
- Es ist das erste Mal, dass ich euch gebeten habe,
zusammenzukommen, aber ihr kennt euch alle seit undenklichen Zeiten.
Die ersten Worte, die der Meister nun an uns richtete, beschworen den
gemeinsamen Willen, der uns im geheimen seit jeher beseelte. Ganz
gleich, ob wir Weber, Händler, Schneider, Hirten, Mitglieder einer
Organisation oder sonstwie 'maskiert' waren, nichts von alldem war
heute von Bedeutung...
- Vielleicht habt
ihr gezählt... Ihr seid einhunderzwanzig. Ich lehre euch nun schon so
lange, dass ihr wisst, dass diese Zahl kein Zufall ist. Sie entspricht
einem Ort der kosmischen Geographie des Namenlosen, einem Drittel
seiner Schöpfungskraft, die unaufhörlich im ewigen Kreis sich verströmt
(eine Anspielung auf die bei den Essenern gebräuchliche Heilige
Geometrie. Die Zahl 120 entspricht den dritten Teil eines vollständigen
Kreises und wesensmäßig einer Kraft der Kosmischen Dreiheit). Jetzt
ist es eure Aufgabe, einen Kern zu bilden, die Mitte einer Frucht, und
dann mit Bedacht zu wachsen. Ihr wolltet Seelen erwecken. So wisst,
dass nun der Augenblick gekommen ist, euch zu organisieren, das heißt,
euch zu treffen, euch kennenzulernen, euch gemäß den von den Sternen
vorgegebenen Harmonien zu entfalten. Ich verlange nicht, dass ihr euch
dabei streng an die Zahlen haltet, die das Universum regieren, auch
nicht an seine Architektur, aber ihr sollt sie lieben, sie achten und
euch mit ihnen beschäftigen, denn mit ihnen zusammen werdet ihr
besser wirken können.
Mein Vater will keine Sklaven seiner himmlischen Mathematik, er will
Liebhaber seiner Gesetze... die im übrigen keine Gesetze im gewöhnlichen
Sinne des Wortes sind. Sie wurden nicht willkürlich geschaffen, sie
sind wesentlich Harmonie, von aller Ewigkeit an.
In zwei Jahren sollt ihr dreihundertsechzig sein: das Fruchtfleisch
der Frucht. Ihr wachst so, das Verhältnis wahrend, bis die Frucht
ganz ist, bereit, gepflanzt zu werden und die keimhaft angelegten
Energien zur Entfaltung zu bringen. So entsteht der Baum. Es wird ein
Baum von Menschen sein, ein Baum, der in seinen Zweigen alle vorüberziehenden
Vögel aufnimmt. Hier sind die 12 Flammen, die seinen Keim nähren
werden... und hier meine Mutter, die seit jeher an meiner Seite
wirkt...
Bei diesen Worten
tat der Meister ein paar Schritte in die sitzende Menge. Sein Arm
bezeichnete die kleine Gruppe der engsten Schüler und schließlich
eine Frau, die in ein langes weißes Gewand gehüllt war und sich sehr
aufrecht hielt. Im allgemeinen gab sie sich so taktvoll und
bescheiden, dass wir sie oft sogar vergessen hatten. Sie war die
Mutter Josephs
(d.i. nach diesem Buch der "verschleiernde"
Name des Jesus in seiner Kindheit. M.), nicht die des Christus oder des
Logos, und sicher hatte uns diese Tatsache die Bedeutung ihrer im
Hintergrund geleisteten Arbeit ein wenig verborgen. Allzuoft vergaßen
wir, dass sie ehedem die "Taube" von Essania gewesen war,
eine große Vestalin der Eingeweihten unseres Volkes, selbst
eingeweiht in die ältesten Riten des Roten Landes
(d.i. Ägypten. M.),
ein lebendes Symbol der Urmutter und Verkörperung der "Lieben
Frau" aller Völker...
- Weshalb bin ich
bei euch, Brüder, fuhr der Meister, weiterhin mitten in der
Versammlung stehend, fort. Wahrscheinlich habt ihr euch diese Frage
schon öfter gestellt. Ich kann euch keine eindeutige Antwort geben,
denn bei tausend Wesen, die das Wort des Vaters hören, gibt es
tausend Antworten auf diese Frage. Die wahre Antwort auf die Suche der
Seelen wird immer individuell sein, das sage ich euch. Ich bin für
jeden von euch da - für das, was ihr wart und was eure Materie nicht
mehr akzeptieren kann, für das, was ihr heute seid und für das, was
ihr werdet. Die Zyklen des Universums haben Ort und Stunde gewählt.
Der Vitalkörper eurer Welt ist schwer vom Gewicht des Unverständnisses,
das die Menschen in der Vergangenheit angehäuft haben. Dieses Gewicht
verlangsamt seine Entwicklung, es hält ihn in den karmischen
Bindungen früherer Epochen. Der Mantel der Selbstgefälligkeit muss
jetzt zerrissen werden, damit der Odem des Vaters euch erreichen kann.
Dies ist die Rolle, die der Vater mir anvertraut hat: die Ketten zu
zerbrechen.
So werdet ihr in mir
ein Schwert sehen... und dies bedeutet die Kreuzung von Wegen; das
Eisen der Lanze des Namenlosen verbindet sich mit der Schwäche eines
menschlichen Körpers. Aus diesem Grunde liebt ihr mich, aber aus eben
diesem Grunde wird es euch schwerfallen, mich zu verstehen.
Lernt also, die Augen zu öffnen. Seit jeher trage ich die Schnur mit
den einhundertacht Perlen am Hals
(d.i. Anspielung auf die Schnur mit
den 108 Perlen, die die essenischen Eingeweihten im allgemeinen
trugen. 108 = 120-12, die 12 Apostel; vergleiche die 108 Jahre
dauernden Zyklen der Rosenkreuzer und die 108 Perlen der
hinduistischen bzw. tibetanischen Gebetsschnur. M.); mögen die, die
mich erkennen, sich mit ihnen identifizieren und mein Herz
durchdringen, mögen sie hinter den Worten suchen.
Ich bitte euch, erfasst den doppelten Sinn meiner Worte, wenn ihr
meinem Vater dienen wollt. Ich biete euch keine Reden, sondern Bilder,
damit jeder lesen kann, auch wenn er es nicht gelernt hat. Meine Erzählungen
sollen nicht den Verstand, sondern die Liebe zum Blühen bringen. Sie
sind wie der Ton, den jeder nach den Neigungen seiner Seele formt, wie
ein Brunnen, der jedweden Durst löscht. Erwartet also von mir keine
absoluten Wahrheiten oder Dogmen, sondern einen Gesang, der Wasser und
Feuer miteinander vermählt...
Bei jedem Vollmond werden wir uns hier versammeln, und ich werde euch
über die Welten belehren, die euch erwarten. Ebenso wie heute abend
sollen auch die folgenden Zusammenkünfte geheim bleiben; denn nur
unter der Erde, geschützt vor den Winden und dem grellhellen Tag,
kann die Frucht keimen. Ich werde euch jetzt ein Zeichen geben; in
unruhigeren Zeiten als diesen werdet ihr wissen, dass es das eure ist.
Der Meister ging
langsam zur ebensten Wand des Saales und ritzte mit Hilfe eines dünnen
Zweiges, den er auf dem Boden aufgelesen hatte, in knappen Zügen ein
Gitter aus vier senkrechten und vier waagerechten Linien ein.
Dies ist eines der Muster meines Vaters, fügte er hinzu, die Materie
ist eins, aber sie schafft ihr eigenes Netz feinstofflicher Energien,
damit sie arbeiten kann...
(Die Sammlung der Kräfte
findet auch heute wieder statt, wie einst und wie auch schon zuvor, so u.a. zu Zeiten des Echnaton
(s.o.),
immer wieder;
denn es sind immer die selben Wesen, die sich zusammenfinden und ihre
ewige Aufgabe erfüllen - immer wieder auf einer jeweils höheren
Stufe... die 1, die 3, die 7, die 12, die 108, die 120 und die 360...
Jetzt ist die Zeit der Reife - und die kommende Zeit wird die Zeit der
Ernte sein. M.) |
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Dort finden wir in den
Anmerkungen,S. 221, unter Ziff. 1:
"Dass die Familie Jesu dem Essenertum angehörte bzw. nahestand, ist
historisch und theologisch belegt. Das Essenertum war Saatbeet der christlichen
Botschaft. Mehr darüber im Nachwort zum EVL (= Evangelium des
Vollkommenen Lebens).
Auch Johannes der Täufer war Essener, desgleichen Jakobus,
genannt der Gerechte, der Bruder Jesu und dessen Nachfolger als Leiter der
Urgemeinde. Von ihm berichtet Hegesipp (laut Eusebius
Kirchengeschichte II 23,5.6), dass er vom Mutterleibe an (d.h. von Geburt an)
weder berauschende Getränke getrunken noch etwas gegessen habe, 'was beseelt
gewesen war'. Im Toledoth Jeschu (das Leben Jesu nach jüdischen Quellen)
ist ein im Neuen Testament nicht enthaltenes Pauluswort enthalten: 'Jesus
befahl mir, dass ich kein Fleisch esse und keinen Wein trinke, sondern nur Brot,
Wasser und Früchte, damit ich rein befunden werde, wenn er mit mir reden will'
(Toledoth Jeschu, S. 113).
Die Handschriftenfunde in Nag Hammadi, in Oberägypten (1945, veröffentlicht 1971
- 77) enthielten mehrere verschollene Evangelientexte, die bei den
Kirchenvätern zitiert waren. Sie bringen Bestätigungen von EVL-Stellen, so
auch zu Kap. 1,5 und 2,7, 'Diese Welt ist ein Leichenfresser'
(Philippusevangelium Spruch 93). Der Heiland sprach: 'Wahrhaftig erachte jene
nicht als Menschen, sondern zähle sie zu den Tieren; denn wie die
Tiere einander fressen, so ist es auch mit diesen so beschaffenen Menschen, sie
fressen einander; aber sie sind von der Wahrheit ausgeschlossen, weil sie die
Süßigkeit des Feuers lieben und Knechte des Todes sind und die Begierde ihrer
Väter vollenden.' (Thomasbuch 141,1) Dies ein deutlicher Anklang an Moses
und die Propheten (4. Mose 11.4...)
und an die Weissagungen einer besseren Welt (bei Jesaja..., Hesekiel...,
Micha....), die Jesus heraufbringen wollte nach der ersten Schöpfungsordnung (1.
Mose, 1,20), '...und GOTT sprach, ich habe Euch gegeben allerlei Kraut, das sich
besamt, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen,
zu Eurer Speise'... Im Philippusevangelium auch hierzu Worte Jesu: "Die
Erhabenheit des Menschen ist nicht offenkundig, sondern ist im Verborgenen.
Daher ist er Herr über die Tiere... wenn sich der Mensch aber von ihnen trennt,
töten sie einander und beißen einander - Und sie fraßen einander, weil sie
keine Nahrung fanden. Jetzt aber fanden sie Nahrung, weil der Mensch die Erde
bearbeitete (Spruch 25) Das heißt: Erst wenn der Mensch seiner Erhöhung
über die Tierwelt gerecht wird, kann die Schöpfung aus der Unordnung
(dem Chaos) zur verheißenen Urordnung zurückkehren. "Der Mensch
pflügt das Feld mit den Tieren, die sich unterordnen, und dadurch ernährt er
sich und die Tiere (Philippusevangelium Spruch 40)...
Und S. 249f:
...dass die Familie, in der Jesus geboren wurde und aufwuchs, dem Essenertum
sehr nahe stand, ja angehörte, kann aus den
Äußerungen und der Lebensweise Jesu selbst und der christlichen Urgemeinde in
vielfältiger Weise rückgeschlossen werden.Der Theologe Friedrich Bahrdt
wie schon 1792
darauf hin, Jesus sei durch Nikodemus und Joseph von Arimathia mit den Essenern
verbunden gewesen, wie bei Albert Schweitzer in Band I seines epochalen
Werkes "Geschichte der Leben- Jesu-Forschung" 93 ausführlich behandelt
ist. Der Theologe Friedrich Gförer (am Tübinger Stift und Stadtvikar zu
Stuttgart) zog 1831
aus seinen Studien den Schluß, "Die christliche Kirche ging aus der
essenischen Gemeinschaft hervor, deren Gedanken sie fortbildete und ohne deren
Regeln ihre Organisation unerklärlich wäre." (zitiert nach Schweitzer),
und für J. Lehmann ("Jesus-Report", Düsseldorf 1970)
ist ebenso zweifelsfrei erwiesen, dass Jesus aus dem Essenertum hervorging, wie
für den Theologen C.A. Skriver, der in seinem wissenschaftlichen
Hauptwerk "Die Lebensweise Jesu und der ersten Christen" (1973) mit
Akribie viele Fakten zusammengetragen und schaftsinnig interpretiert hat, so wie
vor ihm auch Springer (1884) und Winsch (1904)....
Die Nähe Jesu zum Essenertum ist in den Evangelien selbst wörtlich
nicht bezeugt, wohl aber durch geschichtliche Fakten, allen voran die große
historische Leistung des Christentums, dass mit ihm und seinem Auftreten die
blutigen Tieropfer schlagartig, vollständig und endgültig der Vergangenheit
angehören. Aus den Quellen belegt ist, dass die Essäer sich als Erben und
Träger der prophetischen Antiopferbewegung verstanden. Das AT trieft von
Opferblut, enthält aber auch die Geschichte eines hehren Kampfes gegen
Opferwahn und Blutrausch (Jesaja..., Psalm..., Amos..., Micha...,
Hosea...).
Die Essäer verwarfen die Tieropfer nicht nur prinzipiell, sondern zogen auf
allen Gebieten der persönlichen Lebensführung die logischen und praktischen
Konsequenzen. "Essäer"-Kolonien gab es zu Beginn der Kaiserzeit in
vielen Städten und Dörfern Judäas, im besonderen in Jerusalem und westlich
vom Toten Meer oberhalb von Engedi, aber wahrscheinlich im ganzen Ostjordanlande
bis hin zum Antilibanos, vielleicht sogar auch sonst in Syrien. Die Zahl
der Essäer muss recht bedeutend gewesen sein (Hölscher, S. 207/208).
Der innere Kreis der Essäer war ein Orden, ähnlich den späteren christlichen
Mönchsorden (Es war wohl eher umgekehrt - die späteren christlichen Mönchsorden orientierten sich vermutlich an den Essenern! M.). Es gab aber auch einen Zweig verheirateter Essäer, wie Flavius
Josephus berichtet (de bello judaico II 8,13).
Die Essäer ernährten sich nach dem mosaischen Urgesetz (s.o.: erste
Schöpfungsordnung (1. Mose, 1,20), '...und GOTT sprach, ich habe Euch gegeben
allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare
Bäume, die sich besamen, zu Eurer Speise'...(die Essener waren natürlich Vegetarier! M.) Äußerste Einfachheit der
Lebensweise, Wahrhaftigkeit, Sittenstrenge, Enthaltsamkeit von Wein und Fleisch,
Gütergemeinschaft und Verwerfung der Sklaverei waren Merkmale ihrer Lebensweise
(Vorländer, S. 186/7) ...u.v.m.
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